Mast: So drücken Sie dieFutterkosten

Sojaschrot ist der Kostentreiber im Mastfutter. Wie Sie die Futterkosten ohne Leistungseinbußen drücken, erläutert Dr. Gerhard Stalljohann von der Landwirtschaftskammer NRW.

Aktuell diskutiert die Branche mehr denn je über die Proteinversorgung von Schweinen. Denn Sojaextraktionsschrot ist nach wie vor teuer und zudem der Kostentreiber in den Futtermischungen. Auch künftig lassen die Märkte hohe Sojapreise erwarten.

Doch welche Alternativen haben die Schweinemäster? Besonders bei hohen Mastleistungen ist die Eiweißversorgung der Schweine das A und O. Und Abstriche bei der Eiweißqualität kann sich niemand leisten.

Raps und Bohnen haben etliche Nachteile

In jüngster Zeit wurden viele Ansätze erörtert, um Sojaextraktionsschrot einzusparen. Allerdings ging es hierbei hauptsächlich um den Einsatz alternativer Eiweißquellen. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass die Eiweiß- und Amino-säure-Verdaulichkeit beispielsweise von Rapsextraktionsschrot oder Ackerbohnen viel geringer ist als die vom Sojaextraktionsschrot. Deshalb müssen beim Einsatz alternativer Eiweißquellen die Brutto-Proteingehalte der Mischung 0,5 bis 1 % höher liegen. Zudem muss man bedenken, dass alternative Eiweißquellen nur begrenzt zur Verfügung stehen.

Der folgende Beitrag konzentriert sich deshalb auf die Optimierung des Einsatzes von Sojaextraktionsschrot in den Mast-Rationen. Dabei gibt es unterschiedliche Ansätze zur Kostensenkung:

Regelmäßiges Wiegen der Tiere zur Ermittlung des Leistungspotenzials;

Konsequente Phasenfütterung;

Gezielter Einsatz freier Aminosäuren.

Die Grundvoraussetzung für eine bedarfsgerechte Fütterung ist die Ermittlung des tatsächlichen Leistungspotenzials der Mastschweine. Dazu müssen die Schweine in den verschiedenen Mastabschnitten regelmäßig gewogen werden. Nur dann lassen sich die Mischungen und vor allem die Futterkurve optimal auf das Wachstums-potenzial der Schweine einstellen.

Wichtig sind diese Wägungen vor allem bei einem Krankheitseinbruch! Denn dann stagnieren die Zunahmen oftmals oder sind rückläufig. Nach dem Krankheitseinbruch muss dann die Futter-kurve wieder an das tatsächliche Gewicht der Tiere angepasst werden. Ansonsten kommt es zum kompensatorischen Wachstum und damit zur Verfettung der Mastschweine. Neben den Einbußen bei der Schlachtkörper-Zusammensetzung führt diese Überversorgung zu höheren Futterkosten, und es können Stoffwechsel- und Leberbelastungen auftreten.

Mehrphasige Mast spart bis zu 6 € pro Schwein

Ist das Wachstumspotenzial ermittelt, müssen die Mischungen auf die Gewichtsabschnitte abgestimmt werden. In dieser gezielten Phasenmast liegen die höchsten Soja- bzw....

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