Reportage

Mobile Milchbar Premium

Familie Gremme stellt nach dem Ferkeln eine „Lax Milkbar“ auf die Trennwände der Abferkelbuchten. Der Lohn: Pro Wurf wird ein Ferkel mehr abgesetzt.

Vor gut einem Jahr mussten sich Stefanie Gremme (30) und ihre Eltern etwas einfallen lassen, um möglichst alle Ferkel großzuziehen. Denn nach dem Wechsel der Sauengenetik stiegen die Wurfgrößen deutlich an. Das Ziel der Familie aus Selm in Nordrhein-Westfalen war, die Saugferkel zusätzlich automatisch mit Milch zu versorgen. Herkömmliche Saugferkelbeifütterungen kamen allerdings nicht infrage, denn sie waren zu teuer. „Bei 240 Sauen rechnen sich technisch aufwendige Systeme nicht“, erklären die Unternehmer.

Mobile, kompakte Einheit

Gremme‘s entschieden sich deshalb für die „Milkbar“ der Firma Lax. Diese ist sehr einfach aufgebaut und besteht nur aus einem 20 l-großen Vorratseimer, einer Pumpe, einem Leitungssystem mit zwei Schläuchen und einer elektronischen Steuerung. Die Milch wird in Anfütterungsschälchen ausdosiert.

Die tragbare Anlage wiegt nur 15 kg und wird auf die Trennwand zwischen zwei Abferkelbuchten gesetzt. Sobald die Zusatzmilch eingefüllt ist, öffnet ein per Zeitschaltuhr gesteuertes Ventil und die Milch fließt durch die Schläuche in die Futterschalen. Die Milkbar kann immer zwei nebeneinander liegende Abferkelbuchten versorgen, 40 Ferkel sind dabei kein Problem. „Uns gefällt das System sehr gut, inzwischen haben wir drei Anlagen im Einsatz“, erklärt Stefanie Gremme zufrieden.

Sie und ihre Eltern sehen den Vorteil der ohne großen Firlefanz ausgerüsteten Technik darin, dass die Milkbar bei einem Preis von 559 € plus MwSt. deutlich billiger ist als herkömmliche Tassensysteme. Zudem kann man flexibel entscheiden, ob und wo die Anlage eingesetzt wird. „Meine Eltern oder...

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