Neues Konzept macht Gülleabfuhr günstiger Premium

Die Landwirtschaftliche Bezugsgenossenschaft Damme (LBD) bietet den neuen Service „Farmdoc3“ mit einer Zentrifuge zur Gülleaufbereitung an. Auch beim Management helfen die Experten.

Gerd Meyering schaut in die 25 t fassende Mulde des Lkw, die sich langsam mit einem hellbraunen Stoff füllt. „In jeder Tonne sind rund 17 kg Phosphat enthalten“, erklärt der Nährstoffexperte von der Landwirtschaftlichen Bezugsgenossenschaft Damme (LBD). Den Feststoff mit ca. 25% TS fördert eine Schnecke auf den Lkw, die an einer Anlage auf einem Lkw-Auflieger montiert ist: Die Zentrifuge. Sie trennt Rohgülle in feste und flüssige Bestandteile.

Mittlerweile ist die Zentrifuge fast täglich auf Schweinebetrieben im Landkreis Vechta im Einsatz. „Wir haben im Jahr 2018 die ersten Erfahrungen gemacht, das System hat sich bei uns sofort bewährt“, sagt Meyering, der bei der LBD für die Separation zuständig ist. Damit ist die Zentrifuge heute ein zentrales Element des Nährstoffmanagements der LBD, zu dem noch die Dokumentation, die satellitengestützte Flächenbewirtschaftung und die stark N- und P-reduzierte Fütterung gehören (siehe Zusatzinfo auf Seite S 29).

Eine Zentrifuge oder Dekanter funktioniert wie der Schleudergang einer Waschmaschine: Sie dreht sich sehr schnell, wodurch die Flüssigkeit der eingefüllten Gülle per Fliehkraft herausgeschleudert wird.

Zentrifuge für Schweinegülle

Während sich Pressschneckenseparatoren bei Rindergülle oder Gärresten aus Biogasanlagen bewährt haben, ist die Schweinegülle zu dünn für diese Technik: In der Regel bildet sich kein ausreichender Pfropfen, mit dessen Hilfe die Feststoffe abgetrennt werden. „Für die Schweinegülle ist daher die Zentrifuge das Mittel der Wahl“, erklärt Meyering.

Auch hat sich gezeigt, dass die Phosphorabscheidung mit dieser Technik höher ist als mit der Pressschnecke.

Wie die Praxisergebnisse zeigen, haftet der Phosphor an den organischen Bestandteilen in der Gülle. Damit bleibt etwa 70% des Phosphats nach der Separierung im Feststoff. In der Flüssigphase ist dagegen Stickstoff in Form von Ammonium-N und Kali enthalten.

Überbetrieblicher Einsatz

Zusammen mit den Komponentenherstellern und einem Maschinenbauer hat die LBD jetzt folgendes Konzept entwickelt:

  • Auf einem dreiachsigen Anhänger ist die...

Verpassen Sie nichts mehr!

Erhalten Sie Zugriff auf diesen und alle weiteren relevanten Beiträge sowie auf unsere exklusiven Newsletter. Testen Sie jetzt ganz unverbindlich.

30 Tage kostenlos testen
Mehr erfahren


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen