Nicht zu fein fürs Schwein

Der Vermahlungsgrad des Futters beeinflusst die Futteraufnahme und die Darmgesundheit. Deshalb sollte er regelmäßig überprüft werden. Dabei gibt es einiges zu beachten.

Schweine können die Nährstoffe aus dem Futter nur aufnehmen, wenn das Getreide zuvor vermahlen wurde. Immer wieder kommt jedoch die Frage nach dem idealen Vermahlungsgrad von schrotförmigem Futter auf. Auf der einen Seite kann zu fein vermahlenes Futter zu Magenentzündungen bzw. -geschwüren und Stress bei den Tieren führen. Auch durch die Futterfermentation kann es zu Strukturverlusten kommen. Auf der anderen Seite senkt zu grob vermahlenes Futter die Verdaulichkeit sowie die Energiekonzentration und treibt die Futterkosten in die Höhe.

Selbstmischer sollten die Mahlfeinheit des Futters also genau im Blick haben und regelmäßig kontrollieren.

In der Mast etwas feiner

Grundsätzlich gilt für den Vermahlungsgrad des Futters: Nur so fein wie nötig und so grob wie möglich. Die richtige Größenverteilung der Futterpartikel hängt von der Tierkategorie und von den betriebsindividuellen Anforderungen ab. Schrotförmiges Futter gilt als zu fein vermahlen, wenn weniger als 5% der Partikel größer als 1 mm und mehr als 40% der Partikel kleiner als 0,2 mm sind.

Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Grub gibt in ihrer Broschüre „Schweinefütterung – Beiträge zur Tiergesundheit und zum Tierwohl“ Empfehlungen zur Futterstruktur (siehe Übersicht). Für eine bessere Verdaulichkeit darf der Anteil feiner Partikel bei Mastschweinen etwas höher sein als bei Sauen und Ferkeln. Bei Mastschweinen darf die Feinfraktion unter 1 mm bis zu 40% ausmachen, bei Zuchtsauen höchstens 30 bis 35% und bei Ferkeln etwa 35 bis 40%.

Geschichteter Mageninhalt

Die Verteilung der Partikelgrößen im Futter...