Optimieren statt aufstocken

Ferkelerzeuger Manfred Aue macht aus der momentanen Preis-flaute eine Tugend: Weil weiteres Wachstum als landwirtschaftlich privilegierter Betrieb ausgereizt ist, optimiert er die Produktion.

Manfred Aue hat seinen Betrieb kontinuierlich entwickelt. Vor zwölf Jahren hat er die alten Ställe, in denen seine Eltern 80 Sauen hielten, umgenutzt und für 168 Sauen mit Babyferkelproduktion komplett neu gebaut. Zwei Jahre später sollte die Ferkelaufzucht hinzukommen. Doch weil der Verkauf der Babyferkel sehr gut lief, entschied sich der 42-jährige Landwirt, die Sauenzahl auf 300 Tiere zu erweitern. Heute werden etwa 75 % der Ferkel als Babyferkel an drei feste Aufzüchter vermarktet. Die restlichen 25 % der Ferkel mästet Aue selbst, der Großteil der Mastschweine geht an zwei Metzger.

Liebend gern würde der Landwirt aus dem Landkreis Passau den nächsten Entwicklungsschritt in Angriff nehmen. „Aber das geht derzeit nicht, es gibt zu viele Hemmnisse“, berichtet Aue. Für die Bestandsaufstockung fehlen ihm Ackerflächen, um als landwirtschaftlich privilegierter Betrieb vergrößern zu können. Und mit 300 Sauen gewerblich produzieren macht für ihn finanziell wenig Sinn. Auch § 51 a-Gesellschaften „funktionieren“ nicht. „Mögliche Partnerbetriebe sind entweder selbst an der Vieheinheiten-Grenze oder im Nebenerwerb in der Landwirtschaft tätig. Und mit diesen sind § 51 a-Gesellschaften per se nicht möglich“, schildert Aue die Problematik.

Für den Landwirt steht zudem fest: In einem ohnehin gesättigten Markt, wo die Preise immer wieder unter Druck geraten, macht eine Produktionsauf-stockung wenig Sinn. Es sei denn, man findet weitere Aufzüchter oder...