Reportage

Sauberes Futter für die Sauen

Heiko Ranft legt großen Wert auf top gereinigtes Getreide für seine Sauen. Das zahlt sich im Abferkelstall aus.

Drei Ansprüche stellt Heiko Ranft an das Futter für seine 500 Sauen und 2400 Aufzuchtferkel: Es muss sauber, trocken und toxinfrei sein. Der Sauenhalter aus Felsberg im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis hat von 2018 bis 2020 an einem Modell und Demonstrationsvorhaben Tierschutz (MuD) teilgenommen. Im Netzwerk 14+15 sammelte er Erfahrungen zum „Einsatz von Automatisierungstechniken zur Verbesserung tierschutzrelevanter Haltungsbedingungen in der Ferkelaufzucht und Schweinemast“. Rund 20% der produzierten Ferkel zieht er seitdem mit intaktem Ringelschwanz auf. Die Ferkel gehen an feste Mäster aus der Region mit intensiver Direkt- bzw. Metzgervermarktung.

Um die unkupierten Schweine erfolgreich zu halten, sind nicht nur ein optimales Management und eine intensive Tierbeobachtung wichtig. Ein entscheidender Punkt ist auch die Futterqualität. Denn mit Mykotoxinen belastetes Getreide kann bereits bei neugeborenen Ferkeln Nekrosen und Schwanzbeißen begünstigen. „Deshalb müssen wir besonders bei der Haltung von Langschwänzen bereits bei der Sau anfangen und sauberes, mykotoxinfreies Getreide verfüttern“, erklärt der...