Saugferkel: Wachstum am Modell vorhersagen Premium

Saugferkel an einem x-beliebigen Tag wiegen und vom Computer berechnen lassen, wie sich das Ferkel während der Säugezeit entwickelt? Ein neues Prognosemodell macht’s möglich.

Die Überlebensfähigkeit und Gewichtsentwicklung beim Saugferkel hängen von mehreren Faktoren ab. Dazu zählen unter anderem die Wurfgröße, das Alter der Sau und in erheblichem Maße auch das Geburtsgewicht. Leichtere Ferkel haben es bekanntermaßen viel schwerer als größere Wurfgeschwister. Diese sind kräftiger und verdrängen die kleineren Ferkel schnell von einem der begehrten Zitzenplätze. Viele kleine Ferkel gehen dann leer aus und verenden früher oder später.

Versuch in Schwarzenau:

Die bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf haben im Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum Schwarzenau in einem Praxisversuch untersucht, ob die bislang gültigen Aussagen hinsichtlich der Entwicklungschancen von unterschiedlich schweren Saugferkeln noch stimmen. Zudem wurde ein Prognosemodell entwickelt, mit dem die Gewichtsentwicklung der Saugferkel während der Säugezeit vorhergesagt werden soll.

Am Versuch nahmen 32 Sauen der Kreuzung DE x DL teil, die mit einem Piétrain-Eber belegt wurden. Vor dem Versuchsstart wurden die Sauen nach Wurfnummer, Leistungen in den vorangegangenen Würfen und Lebendmasse gleichmäßig auf zwei Testgruppen (G1 und G2) aufgeteilt. Der Anteil an Jungsauen betrug jeweils 25%.

Die Sauen wurden sieben Tage vor dem errechneten Abferkeltermin in zwei baugleiche Abferkelabteile eingestallt. Die Saugferkel erhielten noch am Tag der Geburt tierindividuelle Ohrmarken. Bei 50% der Sauen wurde die Lebendmasse jedes einzelnen Saugferkels während der Säugezeit täglich um 8 Uhr (G1), bei der anderen Hälfte wöchentlich, erfasst (G2).

In beiden Gruppen wurden die Anzahl der lebend geborenen und abgesetzten Ferkel je Sau, die tierärztlichen oder sonstigen...

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Artikel geschrieben von

Marcus Arden

Redakteur Schweinehaltung

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