Spielmaterial: Vorsicht bei Maissilage und Torf Plus

Wie steht es um die Keimbelastung von zugekauftem Beschäftigungsmaterial? Die TiHo Hannover hat 21 organische Materialien unter die Lupe genommen.

Die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung schreibt vor, dass Schweine jederzeit Zugang zu gesundheitlich unbedenklichem Beschäftigungsmaterial haben müssen. Das Material darf z.B. keine Verletzungen im Magen oder Darm oder in der Mundhöhle hervorrufen.

Zudem müssen die Materialien hygienisch einwandfrei sein. Das bedeutet, dass sie frei sind von potenziell krankmachenden Erregern, von Verderbniserregern, von organischen oder anorganischen Schadstoffen sowie Fremdkörpern. Besonders in Zeiten von Afrikanischer Schweinepest müssen Keimeinträge über Beschäftigungsmaterialien unbedingt unterbunden werden.

Bislang fehlen jedoch wissenschaftliche Erkenntnisse, in welchem Ausmaß Spielmaterialien krankmachende Keime oder Mykotoxine enthalten. Die TiHo Hannover hat deshalb 21 verschiedene und noch ungebrauchte Beschäftigungsmaterialien im Labor untersucht. 18 davon werden kommerziell vertrieben, und drei stammten von einem Praxisbetrieb.

Den Schwerpunkt haben die Forscher bewusst auf kommerziell verfügbare Beschäftigungsmaterialien gelegt, weil man bei diesen von einem einheitlichen Herstellungsprozess und einer gewissen Standardisierung ausgehen kann.

Vorab-Infos unzureichend:

Oft bewerben die Hersteller die Zukaufsprodukte auch mit dem Hinweis auf ihre hygienisch einwandfreie Qualität. Mit den Informationen, die die Forscher vorab zu den Hygienisierungsprozessen eingeholt haben, waren sie bei keinem Hersteller vollkommen zufrieden. Die hygienische Unbedenklichkeit konnte kaum eine Firma umfassend belegen, z.B. durch entsprechende Untersuchungsprotokolle.

Neben den kommerziell vertriebenen Beschäftigungsmaterialien gibt es noch die hofeigenen. Die Qualität von Heu, Stroh oder Grünfutter ist jedoch von Betrieb zu Betrieb und von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Denn sie hängt stark von der Witterung, der Ernte und Lagerung ab. Aus diesem Grund wurden nur wenige solcher Materialien bei der Untersuchung berücksichtigt.

Die...

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