Volle Power für ein besseres Image Plus

Thomas Ostendorf ist „Öffentlichkeitsarbeiter“ mit Leib und Seele. Sein Handy hat der Sauenhalter dafür immer am Mann. Doch auch abseits des Internets krempelt er für ein besseres Image der Schweinehaltung gerne die Ärmel hoch.

Der Mann hinter dem Handy:

Thomas Ostendorf bezeichnet sich selbst gerne als „Otto-Normal-Landwirt“. In Ochtrup im Münsterland bewirtschaftet der 40-Jährige mit seiner Familie einen konventionellen Betrieb mit 350 Sauen inklusive Ferkelaufzucht. „Als Otto-Normal-Landwirt kann ich über mich, meinen Betrieb und meine Sicht auf die Landwirtschaft unverkrampft reden – an politisch korrekte Formulierungen brauche ich mich da nicht halten“, argumentiert der toughe Westfale.

Überhaupt: Lautstark danach rufen, dass der Verband gefälligst mehr Öffentlichkeitsarbeit machen muss, das liegt Thomas Ostendorf fern. „Als Landwirt bin ich Unternehmer, und nicht Unterlasser“, so sein Credo.

Etwas unternehmen, sich einmischen: Das tut Thomas Ostendorf beinahe täglich – sei es mit seinem Handy in den Sozialen Medien oder live auf seinem Betrieb. Für die Öffentlichkeitsarbeit schlägt er viele Wege ein. „Wir Landwirte waren zu leise in den letzten 20 Jahren, wir verstecken uns zu viel“, findet der Sauenhalter.

Die Präsenz vor Ort, im Netz und in den Medien ruft natürlich auch so manchen schnippischen Kommentar von Berufskollegen auf den Plan. Thomas Ostendorf hat gelernt, damit umzugehen. „Ich habe ein dickes Fell“, sagt er schmunzelnd. Und: „Ja, ich bin ein Wichtigtuer, denn ich tue Wichtiges!“

Ferkel hinter Glas:

„Schauen Sie in einen Ferkelstall!!!“ Fußgänger und Radfahrer, die an der Hofauffahrt des Betriebes Ostendorf vorbeikommen, können diese Einladung jederzeit wörtlich nehmen. Denn seit zwei Jahren gewährt ihnen ein bodentiefes, 1 m breites und 1,5 m hohes Fenster einen Einblick in ein Ferkelaufzuchtabteil. Für das sogenannte „Einsichten-Fenster“ der i.m.a. hat Thomas Ostendorf einen Zuschuss von 1000 € erhalten.

Zum Small Talk für zwei bis drei Minuten oder als Einstieg für einen guten Dialog: Das Fenster eignet sich ideal, um über Schweinehaltung unkompliziert ins Gespräch zu kommen. „Alles, was hinter dem Fenster passiert, ist absolut real. Wir können nichts verschleiern – das schätzen die Besucher“, weiß Thomas Ostendorf. Der...


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