Weg mit dem Dreck Premium

Stiefelreiniger mit Bürsten können wahre Keimschleudern sein. Der „Boot-Jet“ kommt ohne Bürsten aus und reinigt nur mit Wasserdruck. Im Praxistest musste er zeigen, was er drauf hat.

Dreckige Gummistiefel können Krankheitserreger von A nach B im Stall verschleppen. Aus diesem Grund wechseln Schweinehalter vor Betreten eines neuen Stallbereichs entweder die Stiefel oder reinigen sie gründlich mit einem Stiefelwäscher. Herkömmliche Stiefelreiniger mit einem Bürsteneinsatz können jedoch wahre Keimschleudern sein. Denn in den Bürsten kann sich der Schmutz richtig festsetzen.

Die Firma Ebbers Metalworks aus den Niederlanden hat sich ein neues Konzept für saubere Stiefel überlegt. Der Stiefelreiniger Boot-Jet verzichtet auf den Einsatz von Bürsten. Er reinigt die Stiefel nur mit Wasserdruck.

Für eine nächste „Caro testet“-Folge habe ich ein Exemplar des Stiefelwäschers getestet, das in einem Sauenbetrieb im Einsatz ist. Das Funktionsprinzip klingt vielversprechend, aber reinigt das Gerät die Stiefel wirklich blitzeblank? Ich habe im Flatdeck die Probe aufs Exempel gemacht.

Sechs Düsen säubern Stiefel

Der Boot-Jet ist komplett aus Edelstahl gefertigt und wird im Ganzen geliefert. In Deutschland vertreiben z.B. der GFS Top-Animal-Shop und MS Schippers den Stiefelwäscher. Das etwa 7 kg schwere Gerät ist einfach und gut verarbeitet. Mit seinen Abmessungen von 25 x 32 x 38 cm ist es zudem relativ handlich. Verletzungsgefahr, z.B. durch scharfe Kanten, besteht nicht.

Das Herzstück des Boot-Jets sind die Wasserdüsen. Insgesamt sechs Düsen, darunter Flachstrahl-, Kegel- und Einzeldüsen, sind in dem Stiefelwäscher verbaut. Zwei Düsen reinigen die Stiefel von den Seiten. Unter der Sohle spülen zwei Düsen im Fußballenbereich und eine Düse im Hackenbereich den Schmutz weg. Eine weitere Düse oben links im Boot-Jet soll für einen sauberen Stiefelspann sorgen. Die Düsen sind aus vernickeltem Messing gefertigt und austauschbar. Damit das Wasser auch kraftvoll aus den Düsen sprüht, empfiehlt der Hersteller einen Druck von mindestens 3 bis 4 bar auf der Wasserleitung.

Der Boot-Jet ist schnell montiert: Vier Löcher gebohrt, Dübel rein und...

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Artikel geschrieben von

Caroline Jücker

Volontärin Schweinehaltung

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