„Wir brauchen Flexibilität bei der Fixierung“ Plus

Laut Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung sollen im Deckzentrum und Abferkelstall künftig feste Zeiträume für die Fixierung gelten. Nötig wären aber flexible Zeitfenster, sagt Prof. Dr. Martin Ziron.

Prof. Dr. Ziron, im Mai soll der Bundesrat über die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung abstimmen. Welche der geplanten Vorgaben sehen Sie kritisch?

Ziron: Große Probleme sehe ich insbesondere im Hinblick auf die geplante Dauer der Fixierung von Sauen im Deckzentrum und Abferkelstall. Auch bei der Größe der Abferkelbuchten sollte sich die Politik vor der endgültigen Entscheidung noch einmal mit Wissenschaftlern beraten.

Im Deckzentrum sind fünf Tage Fixierung im Gespräch. Reicht diese kurze Zeitspanne aus?

Ziron: Nein. Aus meiner Sicht brauchen wir mehr Spielraum. Das ist wichtig, weil ca. 3 bis 5% der Sauen später rauschen als der Rest der Gruppe. Diese Tiere müssen also länger im Deckzentrum bleiben. Der Landwirt hat aus Platzgründen aber nur die Möglichkeit, immer alle Sauen einer Absetzgruppe im Deckzentrum gleichzeitig auszustallen. Die spät rauschenden Sauen können also nicht im Kastenstand stehen bleiben. Laufen diese Tiere dann mit dem Rest der Absetzgruppe zusammen, kommt es zum Aufreiten, Unruhe und Verletzungen. Wenn die Fünf-Tage-Regelung beschlossen wird, befürchte ich, dass bis zu 5% der Sauen unnötig gemerzt werden müssen.

Wie viele Tage halten Sie für passend?

Ziron: Ich plädiere für mindestens sieben, besser acht Tage. Damit würde die Politik den Sauenhaltern helfen, unnötige Tierverluste zu vermeiden.

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