Staatsanwaltschaft Würzburg

2.000 Schweine verendet: Landwirt bleibt straffrei

Das Verfahren gegen einen Schweinehalter aus Würzburg hat die Staatsanwaltschaft eingestellt. Das Veterinäramt hat ihm dauerhaft die Haltung und Betreuung von Tieren untersagt

Die Staatsanwaltschaft Würzburg hat das Verfahren gegen einen Schweinehalter, bei dem im April 2018 etwa 2.000 tote Schweine entdeckt wurden, eingestellt. Im Falle einer Verurteilung hätten dem 29 Jahre alten Mann aus dem Landkreis Würzburg laut Tierschutzgesetz bis zu drei Jahre Gefängnis gedroht, berichtet der Bayerische Rundfunk.

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, hätte bei den Ermittlungen zwar nachgewiesen werden können, dass der Landwirt ab Frühjahr 2017 eine Vielzahl seiner Pflichten verletzt und dadurch den Tod der Tiere verursacht habe. Aufgrund eines psychiatrischen Gutachtens sei jedoch davon auszugehen, dass der Mann zum Tatzeitpunkt schuldunfähig war. Zur genauen Begründung machte die Staatsanwaltschaft Würzburg aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes keine Angaben.

Das Veterinäramt hat dem Landwirt dauerhaft die Haltung und Betreuung von Tieren jeglicher Art untersagt.

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Artikel geschrieben von

Caroline Jücker

Volontärin Schweinehaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Norbert Post

KRankheit

Es ist gut, dass unser Staat " Kranke" schützt. Jeder sollte das für sich in Anspruch nehmen können wenn es so ist. So eine Überschrift von topagrar ist nicht seriös um mal zurckhaltend zu sein. Es ist doch klar was damit bezweckt werden soll wenn da steht das 2000 Schweine- was mehr als schlimm genug ist- verendet sind und der Bauer straffrei bleibt. Es löst Unverständnis aus. Bitte, aber der Bauer ist nachweislich krank, das hätte man sofort Klarheit und Leute würden nicht ohne den Artikel zu lesen, vorverurteilen. Nicht schön gemacht von topagar

von Bernhard Kremling

Warum kein Berufsverbot

Die Tiere lagen monatelang tot im Stall, und die Entsorgung muss aufgrund eines Verfahrensfehlers die Allgemeinheit zahlen. Jetzt geht er straffrei aus. Warum bekommt er kein Berufsverbot, wenn er mit Tieren nicht umgehen kann, kann er dann mit Natur und Umwelt umgehen?

von Andreas Demann

Der Landwirt ist verurteilt worden niemals wieder Tiere zu halten. Was auch gut ist. Der wirtschaftliche Schaden für den Landwirt ist groß genug (2000 Ferkel kosten schließlich auch Geld). Der Landwirt hat aufgrund Gesundheitlicher Gründe einfach nix mehr auf die Kette bekommen und ist damit sicherlich schon genug bestraft.

von Paul Siewecke

@ C.Kraft: genau lesen!

Der Landwirt darf zwar noch Landwirt sein, allerdings komplett ohne Tierhaltung, da er ein amtliches Tierhaltungsverbot bekommen hat, und zwar dauerhaft! Damit ist bei ihm ein Wiederholungsfall sicher ausgeschlossen! Mit der Einschätzung der Schuldunfähigkeit aus psychatrischen Gründen kann ich leben! Gefängnis hätte nichts gebracht und eine Geldstrafe wäre auch ins Leere gelaufen, da er ohnehin nichts hat! Die Entsorgungskosten für die Schweine sowie die Amtskosten wird man sich bei ihm allerdings schon wiederholen...

von Christian Kraft

Staatsanwaltschaft Würzburg

Wenn man das liest und beobachtet verliert man den Glauben an den Rechtsstaat BRD. Der Landwirt macht weiter als wäre nix gewesen .Einfach nur zum Kotzen.

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