Afrikanische Schweinepest

40 ASP-infizierte Wildschweine von Oderinsel geborgen

Von der Oderinsel bei Küstrin-Kietz wurde eine große Anzahl verendeter Wildschweine geborgen. Alle Tiere sind ASP-positiv. Die Gefahrenlage ändert sich dadurch nicht.

Brandenburg meldet 46 neue Wildschweinfunde, bei denen der ASP-Verdacht amtlich bestätigt wurde. Das lässt die ASP-Statistik gehörig nach oben schnellen. Insgesamt wurden in Brandenburg somit bis zum heutigen Tag (3.12.20) 229 ASP-infizierte Wildschweine entdeckt. Zusammen mit den 11 Funden in Sachsen erhöht sich die Gesamtzahl der amtlich bestätigten ASP-Fälle bei Wildschweinen dadurch auf 240.

Insel gilt als munitionsbelastet

40 der infizierten Wildschweine wurden von der Oderinsel bei Küstrin-Kietz im Landkreis Märkisch-Oderland geborgen. Dort hatte man mithilfe von Drohnen Anfang Oktober mehrere Wildschweinrotten entdeckt. Da die Insel als munitionsbelastet gilt, hatte man sich jedoch darauf beschränkt, die Insel einzuzäunen und die Schwarzkittel intensiv zu beobachten.

Keine neue Gefahrenlage

Inzwischen sind aufgrund der hohen Sterblichkeit, die die Seuche mit sich bringt, jedoch viele Tiere verendet. Sie wurden geborgen und mit positivem Ergebnis auf ASP untersucht. Da alle Tiere im bereits eingezäunten Kerngebiet von Märkisch-Oderland gefunden wurden, ergibt sich nach Auskunft der Leiterin des ASP-Krisenstaben, Anna Heyer-Stuffer, keine neue Sachlage.

Die übrigen beiden, ebenfalls positiv auf das ASP-Virus getesteten Wildschweinkadaver entdeckte man im bereits ausgewiesenen Kerngebiet Oder-Spree.


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