Afrikanische Schweinepest (ASP): Ausbruch würde Thüringen teuer zu stehen kommen

Am Dienstag hat der Vizepräsident des Thüringer Bauernverbandes, Dr. Lars Fliege, auf einem Dialogsymposium in Stadtroda die Thüringer Landesregierung aufgefordert, jetzt geeignete Präventionsmaßnahmen einzuleiten, um die Gefahr eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Thüringen zu minimieren.

Dr. Lars Fliege (Bildquelle: ARD)

Am Dienstag hat der Vizepräsident des Thüringer Bauernverbandes, Dr. Lars Fliege, auf einem Dialogsymposium in Stadtroda die Thüringer Landesregierung aufgefordert, jetzt geeignete Präventionsmaßnahmen einzuleiten, um die Gefahr eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Thüringen zu minimieren.

Bei Ausbruch der Seuche sind die Einschränkungen und langfristigen Folgen für die Land- und Forstwirtschaft, die Ernährungswirtschaft, den Handel und die Grundeigentümer verheerend und würden allein in Thüringen mehrere Millionen Euro an jährlichen Folgekosten verursachen.

„Wir müssen unsere Nutztiere schützen, egal wie. Tierwohl und Tierschutz haben hierbei oberste Priorität“, so Fliege vor den Anwesenden in Stadtroda. Konkret fordern die Landwirte und Jäger das generelle Aussetzen der Kosten für die Trichinenuntersuchung beim Schwarzwild sowie das gezielte Fangen von Schwarzwild. Beides trägt unmittelbar dazu bei, die Schwarzwildpopulation in Thüringen zu reduzieren, um so die Einschleppung der gefährlichen Tierseuche durch Wildschweine zu verhindern.

Aufgrund des zu erwartenden finanziellen Schadens, muss laut dem Bauernverband im Vorfeld eines Seuchenzuges in Deutschland und Thüringen gehandelt werden. Um einen Ausbruch der Seuche zu verhindern, seien wirksame Schritte einzuleiten. Zum einen sollte das Risiko der Einschleppung durch den Menschen reduziert und zum anderen muss die Übertragung der Seuche durch Wildschweine verhindert werden.

Vor allem die gezielte Bejagung des Schwarzwildes in Thüringen ist für Fliege ein effektiver Weg, um den tierischen Übertragungsfaktor für den Virus zu reduzieren. Die extrem hohen Schwarzwildbestände müssten hierbei auf ein Maß zurückgefahren werden, dass ein Einschleppen in die Haustierbestände auszuschließen ist. Die Spielräume im privatwirtschaftlichen Umfeld seien dagegen begrenzt und weitestgehend ausgeschöpft. Die Einschleppung durch den Menschen wird durch eine breit aufgelegte Informationskampagne im Reise- und Transitverkehr zu verhindern versucht.
 

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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