Antibiotika: „Mengenziele bringen nichts“

Im Rahmen der Diskussion um die geplante Änderung des Arzneimittelgesetzes betont Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, dass der Einsatz von Antibiotika in Deutschland innerhalb weniger Jahre deutlich gesenkt werden könne. Auf eine Festlegung von Mengenzielen zur Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes wolle man sich jedoch nicht einlassen.

Im Rahmen der Diskussion um die geplante Änderung des Arzneimittelgesetzes betont Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, dass der Einsatz von Antibiotika in Deutschland innerhalb weniger Jahre deutlich gesenkt werden könne. Auf eine Festlegung von Mengenzielen zur Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes wolle man sich jedoch nicht einlassen.

„Starre Zielvorgaben und Prozentmarken bringen nichts“, so Aigners Sprecher. Es gebe hoch und niedrig dosierte Antibiotika mit sehr unterschiedlichem Wirkungsgrad und unterschiedlicher Relevanz. Wer nur auf die reine Menge blicke und nicht auf die Art der Präparate, verkenne das Problem. Die Festlegung eines Mengenziels hält man im Agrarressort auch deshalb für verfehlt, weil es Industrie und Veterinäre dazu einladen würde, künftig auf noch höher dosierte Arzneimittel umzusteigen. Vor diesem Hintergrund sei der Ansatz richtig, bei übermäßiger Verwendung von Medikamenten Betriebe künftig leichter ermitteln zu können und zu gezielten Gegenmaßnahmen zu verpflichten. (AgE)

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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