Antibiotika: Therapiehäufigkeit weiter gesunken

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat kürzlich die bundesweiten Kennzahlen für die Therapiehäufigkeit mit Antibiotika bei Masttieren für das erste Halbjahr 2018 veröffentlicht. Danach sind die Werte bei Schweinen erneut rückläufig.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat kürzlich die bundesweiten Kennzahlen für die Therapiehäufigkeit mit Antibiotika bei Masttieren für das erste Halbjahr 2018 veröffentlicht. Danach sind die Werte bei Schweinen erneut rückläufig. Bei Ferkeln bis 30 kg Lebendgewicht (LG) sank die Kennzahl 1 von 2,968 im zweiten Quartal 2017 auf nunmehr 2,708. Und die Kennzahl 2 ging von 10,29 auf 9,627 zurück.
 
Die gleiche Tendenz zeigt sich auch bei Mastschweinen. Hier verminderte sich die Kennzahl 1 von 0,437 (II/2017) auf 0,366 und die Kennzahl 2 sank von 3,707 im zweiten Halbjahr 2017 auf 3,531 (I/2018). Deutlich wird aber auch hier, dass die Kurve des abnehmenden Antibiotikaverbrauchs immer flacher verläuft. Mit anderen Worten: Es wird immer schwieriger bzw. ist mit einem immer größeren Aufwand verbunden, den Antibiotikaverbrauch noch weiter zu senken.
 
Jedem Halter von Aufzuchtferkeln bzw. Mastschweinen wurde bereits vorab die betriebsindividuelle Therapiehäufigkeit mitgeteilt. Die muss er jetzt mit den bundesweiten Kennzahlen vergleichen und bei Bedarf Gegenmaßnahmen einleiten. Liegt der betriebsindividuelle Wert über der Kennzahl 1, muss der Landwirt gemeinsam mit seinem Tierarzt die Gründe für den hohen Verbrauch ermitteln, Möglichkeiten zur Reduzierung prüfen und die Maßnahmen bis zum 28. Februar 2019 umsetzen.
 
Wird die Kennzahl 2 überschritten, muss darüber hinaus ein Maßnahmenplan zur Verminderung des Antibiotikaverbrauchs erstellt und bis zum 31. Januar 2019 dem zuständigen Veterinäramt vorgelegt werden.

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Artikel geschrieben von

Henning Lehnert

Redakteur Schweinehaltung

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