Afrikanische Schweinepest

ASP: 30 bis 50 € Abschussprämie pro Wildschwein

Das FLI hat heute (7.10.20) den 50 ASP-Fall bei Wildschweinen in Brandenburg bestätigt. Um die Jagd auf Schwarzkittel zu intensivieren, erhöht Potsdam die Abschussprämie.

Das Friedrich-Loeffler-Institut hat heute (7.10.20) einen weiteren Fall von Afrikanischer Schweinepest bei einem Wildschwein in Brandenburg bestätigt. Der Fundort des Kadavers liegt innerhalb des ersten Kerngebietes. Die Gesamtzahl der ASP-Funde bei Wildschweinen erhöht sich damit auf 50. Die Hausschweinebestände sind nach wie vor frei von ASP.

Jagd auf Schwarzkittel weiter intensivieren

Unterdessen hat das Land angekündigt, die Abschussprämien für Wildschweine im gefährdeten Gebiet und in der Pufferzone zu erhöhen, sobald diese wieder für die Jagd freiegeben sind. Denn jagdliche Maßnahmen unterstützen dabei, die Afrikanische Schweinepest (ASP) einzudämmen. Trotz der Rekordstrecke von 102.131 erlegten Wildschweinen im Jagdjahr 2019/20 und der Auszahlung einer Abschussprämie von mehr als 1,4 Mio. € muss, so die Forderung von Agrar- und Umweltminister Axel Vogel, „mit Blick auf die Afrikanische Schweinepest derzeit noch mehr getan werden, um die Wildschweinpopulation im Land zu reduzieren.“

Die Oberste Jagdbehörde beim Brandenburger Agrar- und Umweltministerium führt deshalb zusätzlich eine Abgabeprämie für Schwarzwild aus den ASP-gefährdeten Gebieten und der Pufferzone ein. Nicht vermarktungsfähiges Schwarzwild wird an zentralen Abgabestellen angenommen. Die Jägerinnen und Jäger werden dafür entschädigt.

30 bis 50 € pro erlegtem Wildschwein

Wildschweine mit einem Gewicht bis 30 kg werden mit 30 € abgegolten und schwerere Tiere mit 50 €. Anschließend erfolgen eine zentrale Beprobung und unschädliche Beseitigung der Tierkörper. Das erlegte Schwarzwild wird an zentralen Sammelstellen entgegengenommen, die von den Landkreisen und dem Landesbetrieb Forst Brandenburg eingerichtet werden.

Die Abgabeprämie wird über die Landkreise an die Jagdausübungsberechtigten ausgezahlt. Die Finanzierung übernimmt das Landwirtschaftsministerium. Die Regelung tritt in Kraft, wenn das bisher geltende Jagdverbot auf den als gefährdete Gebiete ausgewiesenen Flächen aufgehoben wird.

Für alle übrigen Jagdbezirke im Land Brandenburg gelten die bisherigen Regelungen zur Erlegungsprämie noch bis zum Ende des Jagdjahres 2020/2021.


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