Nach dem Auftreten eines dritten ASP-Falles bei Hausschweinen fordert Hubertus Beringmeier, Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) und Vorsitzender des DBV- Fachausschuss Schweinefleisch die verstärkte Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Brandenburg und Sachsen. „Angesichts der sich stetig weiter ausbreitenden Tierseuche müssen die bisherigen Krisenstrukturen und die dort getroffenen Entscheidungen offensichtlich deutlich verbessert werden. Die Entwicklung zeigt, dass wir wirkungsvollere Maßnahmen in den betroffenen Bundesländern benötigen, um die Seuche zu stoppen und zurückzudrängen,“ machte der WLV-Präsident in einer Pressemitteilung deutlich. Hierbei müsse schneller und konsequenter gehandelt werden, so Beringmeier.
Herauskauf von Tieren aus Kleinsthaltungen
Vorrangiges Ziel müsse es jetzt sein, den Ausbruch möglichst schnell einzudämmen, das Virus auszumerzen und die unvermeidlichen wirtschaftlichen Folgen zu begrenzen. „Konkret bedeutet dies die konsequente und koordinierte Entnahme von Wildschweinen sowie der unverzügliche Aufbau eines zweiten Schutzzaunes entlang der polnischen Grenze. Ein besonderes Augenmerk gilt hierbei auch den Wildschutzzäunen an Autobahnen.“, betonte Beringmeier. Darüber hinaus forderte der WLV-Präsident zudem den Herauskauf von Tieren aus Kleinsthaltungen, um die Gefahr der Viruseinschleppung in Haustierbeständen zu minimieren.
Angesichts des enormen, dauerhaft zu erwartenden Seuchendrucks aus Polen forderte er von allen Verantwortlichen in den betroffenen Bundesländern, die getroffenen Bekämpfungsmaßnahmen über Jahre hinweg und mit entsprechendem personellen und finanziellen Umfang sowie Ausdauer zu installieren.
An alle schweinehaltenden Betriebe appellierte Beringmeier, die Schweinehaltungshygieneverordnung und alle Maßnahmen zur Biosicherheit konsequent einzuhalten, um ein Risiko für einen ASP-Eintrag in Hausschweinebeständen zu vermeiden.