Afrikanische Schweinepest

ASP: Brandenburg weitet Restriktionsgebiete aus

Vier neue ASP-Funde bei Wildschweinen in Brandenburg. Die Restriktionsgebiete umfassen inzwischen nahezu das gesamte Grenzgebiet zu Polen.

Das Land Brandenburg hat die ASP-Restriktionszonen gestern (16.11.20) per Allgemeinverfügung deutlich erweitert. Inzwischen wurde fast der gesamte, rund 250 km lange Grenzverlauf zwischen Brandenburg und Polen zum ASP-Restriktionsgebiet erklärt. In den Pufferzonen wird verstärkt nach Fallwild gesucht. Schweinehalter in diesen Gebieten sind unter anderem verpflichtet, Ihre Hausschweine so abzusondern, dass sie nicht mit Wildschweinen in Kontakt kommen können. Zudem müssen geeignete Desinfektionsmöglichkeiten and en Eingängen der Ställe aufgestellt werden.

Knapp 200 km des wildschweinsicheren Zaunes stehen

Inzwischen hat Brandenburg drei Kerngebiete ausgewiesen. Seit gestern ist auch das Kerngebiet um Friedland/Klein Biesen in den Landkreisen Oder-Spree und Dahme-Spreewald mit einem vorläufigen Zaun umschlossen. Innerhalb von nur zwei Wochen wurde das gesamte Kerngebiet und die zukünftige „Weiße Zone“ systematisch nach Fallwild abgesucht. Die Leiterin des ASP-Krisenstabes, Anna Heyer-Stuffer bedankte sich dafür bei den ortsansässigen Jägern und Fischern, dem Technischen Hilfswerk, der Bundeswehr, die täglich mit 100 Soldatinnen und Soldaten vor Ort war, und den vielen anderen Helfern für die tolle Teamleistung.

Der Zaunbau läuft unvermindert auf Hochtouren. Inzwischen seien gut 102 km des insgesamt rund 270 km langen Grenzverlaufs zu Polen mit einem festen, wildschweinsicheren Zaun gesichert. Und von den 250 km langen Zaun, der die „Weiße Zone“ eingrenzen soll, stehen inzwischen etwa 90 km, bestätigte das zuständige Verbraucherschutzministerium in Potsdam auf Nachfrage von top agrar.

Jetzt insgesamt 156 bestätige ASP-Funde

Bei der intensiven Fallwildsuche in den Restriktionsgebieten wurden weitere Wildschweinkadaver gefunden. Das Friedrich-Loeffler-Institut bestätige gestern (16.11.20) vier weitere ASP-Funde. Damit erhöht sich die Zahl der in Brandenburg bestätigten ASP-Fälle bei Wildschweinen auf 153. Zusammen mit den drei ASP-Funden in Sachsen erhöht sich damit die Gesamtzahl der amtlich bestätigten ASP-Fälle bei Wildschweinen in Deutschland auf 156. Die Hausschweinebestände sind nach wie vor ASP-frei.


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Diskussionen zum Artikel

von Wolfgang Daiber

Arbeitsverweigerung !

Hätte unsere "Elite" in Berlin die Arbeit nicht verweigert,würde der Zaun an der Grenze schon 2 Jahre stehenund die jetzigen Probleme gäbe es nicht. Wo ist jetzt die Julia ..,.untergetaucht,weil es jetzt viel Geld kostet, und in der Landwirtschaft einen unbeschreiblichen Schaden ... mehr anzeigen

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