top agrar plus Afrikanische Schweinepest in Brandenburg und Sachsen

ASP: „Die Politik lässt uns im Stich!“

In den ASP-Restriktionsgebieten in Brandenburg und Sachsen stehen immer mehr Schweineställe leer. Es geht um Schadensbegrenzung, aber auch um fehlende Unterstützung.

Unter den Folgen der Afrikanischen Schweinepest (ASP), zu denen auch der akute Preisverfall bei Schlachtschweinen und Ferkeln gehört, leiden alle Schweinehalter in Deutschland. Besonders hart trifft es jedoch die Veredler in den betroffenen Gebieten in Brandenburg und Sachsen. Zusätzlich zum allgemeinen Preisverfall müssen sie auch noch die Mehr­kosten für längere Transportwege zum Schlachthof nach Schleswig-Holstein und die vorgeschriebenen Veterinäruntersuchungen in Kauf nehmen. Inklusive der Abzüge für die separate Erfassung am Schlachthof, die fehlenden ­Zuschläge und der Einbußen für Übergewichte fehlen ihnen zusätzlich 20 bis 25 € bei jedem produziertem Mastschwein.

Massives Tierschutzproblem

Noch frustrierender ist die Situation für die Schweinehalter in den Sperrzonen III, rund um die drei positiven ASP-Funde bei Hausschweinen. Denn sie werden ihre Tiere derzeit überhaupt nicht mehr los. Das führt dazu, dass die Ställe aus allen Nähten platzen, und inzwischen ein massives Tierschutzproblem droht. Zwar hat die Europäische Kommission die als Sperrzone III gelisteten ASP-Gebiete in Brandenburg zur Sperrzone II in der vergangenen Woche herabgestuft (top agrar berichtete).

Doch konkrete Hilfe ist bisher nicht in Sicht. Die von den Ländern gewährte Beihilfe von maximal 20.000 €, verteilt auf drei Jahre, reicht vorn und hinten nicht, um die immensen Verluste abzupuffern. Die ASP-gebeutelten Landwirte fühlen sich von der Politik im Stich gelassen. top agrar sprach mit Mästern vor Ort über ihre Nöte.

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R E P O R T A G E

„Unser Stall steht seit sechs Monaten leer“

Der Maststall von Karsten Ilse liegt im ASP-gefährdeten Gebiet. Um die wirtschaftlichen Verluste zu begrenzen, hat er die Abteile seit elf Monaten schrittweise leergefahren.

Still ist es geworden im Maststall von Karsten Ilse, mucksmäuschenstill. Denn seit dem 19. April stehen die Abteile seines 1 500er-Maststalles im brandenburgischen Letschin leer. Um die finanziellen Verluste zu begrenzen, stallt der 47-Jährige...

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