ASP-Fälle in Polen rücken nach Westen

In Polen rückt die ASP in "schweinedichtere" Gebiete vor. Die Gefahr, dass die Seuche auch auf Hausschweine überspringt, steigt, warnen die Behörden.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) nähert sich in Polen bisher kaum von der Seuche betroffenen westlicher gelegenen Gebieten. Laut amtlicher Meldungen wurde jeweils ein infiziertes Schwein nur wenige Kilometer vor den Grenzen der Wojewodschaften Pommern und Łódź gefunden. Sollte sich die Afrikanische Schweinepest in diesen Regionen etablieren, wäre die Krankheit wieder ein Stück weiter nach Westen gerückt.

Darüber hinaus wäre das Risiko für ein Übergreifen der ASP auf Hausschweine aufgrund der höheren Besatzdichte spürbar gestiegen. Nach Angaben der Nationalen Vereinigung der Schweineproduzenten (KZP-PTCH) liegt die Besatzdichte in den bisher von der Afrikanischen Schweinepest betroffenen Wojewodschaften im Osten des Landes meist nur bei etwa 15 Tieren pro 100 ha. Demgegenüber würden in der zentralpolnischen Provinz Łódź im Schnitt 66, im nördlicher gelegenen Kujawien-Pommern 73 und in Großpolen, unweit der deutschen Grenze, sogar 143 Schweine pro 100 ha im Mittel gehalten.

Die oberste Veterinärbehörde verzeichnete zwischen dem 25. März und dem 5. April 90 weitere ASP-Infektionen bei Wildschweinen. Damit ist die Gesamtzahl der Seuchenfälle seit Jahresbeginn auf 784 Fälle angestiegen. Während die Fallzahl in etwa auf dem Vorjahresniveau rangiert, macht vor allem die räumliche Ausbreitung der Seuche Sorgen.

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