++Eilmeldung++

ASP bei Wildschwein im Landkreis Spree-Neiße

Im Südosten Brandenburgs wurde ein ASP-Verdachtsfall bei einem Wildschwein amtlich bestätigt.

Die Afrikanische Schweinepest hat Deutschland erreicht. Im Landkreis Spree-Neiße im Südosten des Landes Brandenburg wurde am Mittwoch das ASP-Virus bei einem Wildschweinkadaver nachgewiesen, meldet die Märkische Oderzeitung (MOZ). Der Fundort befinde sich in der Gemarkung Sembten, einem Ortsteil der Gemeinde Schenkendöbern.

BMEL bestätigt amtlichen Verdachtsfall

Inzwischen hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) den amtlichen Verdachtsfall offiziell bestätigt. Das Landeslabor Berlin-Brandenburg habe den Verdacht bei einem Wildschwein-Kadaver festgestellt, der wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze gefunden wurde. Die Zweitprobe wurde beim Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems, dem nationalen Referenzlabor, untersucht und ist ebenfalls positiv. Agrarministerin Klöckner bestätigte die Einsetzung des Nationalen Krisenstabes.

ASP-Katastrophenschutz tagt

Der Fundort befinde sich in unmittelbarer Nähe zu Schweinebeständen im benachbarten Landkreis Oder-Spree, zitiert die MOZ Gundula Teltewskaja, eine Beigeordnete im Landkreis Oder-Spree. Für Donnerstag sei eine Sitzung des ASP-Katastrophenstabes des Landkreises angesetzt.

Wichtigste Aufgabe sei jetzt, so Teltewskaja, den Fundort abzugrenzen und die Schweinebestände zu sichern. Im Umkreis von 4 km rund um den Fundort des infizierten Wildschweines werde dazu jetzt ein Zaun gezogen. Das nötige Zaunmaterial habe der Kreis bereits vor Monaten angeschafft.

Keine Hausschweine im 4-km-Umkreis?

Auch der Nachbarkreis Dahme-Spreewald bereite sich auf einen ASP-Ausbruch vor, meldet die MOZ. Dort wurden vor wenigen Tagen einige Kühlzellen in Betrieb genommen, in denen Fallwild gelagert werden kann.

Teltewskaja gehe in einer ersten Einschätzung davon aus, dass sich im Vier-Kilometer-Umkreis um den ASP-Fundort keine Hausschweinebestände befinden. Genau könne man dies aber erst am Donnerstag klären.


Mehr zu dem Thema

Die Redaktion empfiehlt

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus sieht Mecklenburg Vorpommern gut gegen die Afrikanische Schweinepest gewappnet.

Die ersten Anzeichen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) sind oft ganz unspektakulär und können leicht übersehen werden. Worauf Sie achten sollten, erläutert ASP-Experte Dr. Tomasz Trela.

Afrikanische Schweinepest

Polen keult weitere ASP-Betriebe

vor von Agra Europe (AgE)

Seit Jahresbeginn wurden in Polen 55 ASP-Infektionen in Schweinebetrieben registriert. Die Infektionszahl ist schon jetzt höher als im letzten Jahr.

Die ersten Praxistests mit einem Impfstoff gegen die Infektion mit der Afrikanischen Schweinepest verlaufen erfolgsversprechend.

Kann man als Ackerbauer in einem möglichen ASP-Sperrgebiet noch normal ernten?, fragt ein top agrar-Leser. Andreas Stärk von der ISN weiß die Antwort.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium verstärkt weiterhin seine Informationskampagnen über die ASP-Prävention.

Tierarzt Dr. Tomasz Trela hat viele ASP-Ausbrüche in Osteuropa und Asien analysiert. top agrar sprach mit ihm über erste Symptome und effektiven Seuchenschutz.


Diskussionen zum Artikel

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Politik

Für unsere Politik sicherlich eine willkommene Lösung für ihren geplanten Umbau der Landwirtschaft. Aber jetzt muss besonnen gehandelt werden, damit nicht aus einem kleinen Feuer ein Flächenbrand entsteht. Der Bauernverband ist dafür zu schwach. Leider.

von Gregor Grosse-Kock

EU Kommission

Hat sich um Polen super bemüht! Nur schade das wenn wir die Deutschen nicht mehr exportieren auch die Polen nicht mehr zu uns verkaufen! Politik macht Probleme um Sie zu korrigieren. Es wäre ein Verletzungsverfahren gegen die polnische Regierung nötig gewesen - jetzt sind beide ... mehr anzeigen

von Bernhard ter Veen

wenn man mal

kurzum so 30 bis 35 Jahre zurück erinnert... schon zu der Zeit war es stets so das nach langen Niedrigpreis Phasen stetig ein "Überbestands Abbau" zu Lasten der Tierseuchenkasse vorgenommen wurde. Schweinepest hieß das damals. ...heute zutage kann man das Phänomen oft um die ... mehr anzeigen

von Michael Prantl

ASP

Die Asp wurde doch von unseren Beamten und Politikern direkt herbeigeredet. Dis sollte doch längst schon da sein. Nun weiter so damit die Schweine schnell weniger und die Schwarzkittel mehr werden - so will es die Politik - nun haben Sie es.

von Franz-Josef Bauer

Von den Nachbarn lernen...

Jetzt wäre schnelles Handeln gefragt. Die Tschechen haben uns gezeigt, wie man diese Seuche bekämpfen kann. Da könnten sich unsere Behörden eine Scheibe abschneiden. Wenn dieses nicht gelingt, schafft sich die Schweinehaltung schneller ab, als vom Staat gedacht..........

von Karlheinz Gruber

Das würde doch auch

das Problem mit den Freihandelsabkommen regeln. Keine innländischen Produkte= mehr Export für die Wirtschaft.....

von Gerhard Seeger

Die finden ein totes Wildschwein...

... an einem konkreten Platz (Fundort) und können zunächst nicht sagen wo sich der nächstgelegene Hausschweinebestand befindet ... ?!?

von Andreas Gerner

Auf Spiegel.de kommentieren das irgendwelche Spinner mit:

"Na endlich.Hoffentlich ist dann bald Schluss mit Schweinemast und Guelleverschmutzumg".

von Andreas Bahnmüller

Veganer

mit Jodmangel - oder sonstigen Defiziten

von Diedrich Stroman

Oha!!

Da kommt nun der nächste Tiefschlag für die deutsche Schweinehaltung, eingekreist von Bürokratie, staatlichen drangsalierungen und öffentlichen medialen diskreditierungen, und nun als Todesstoß die ASP! Kriegen wir das nicht im Griff bleibt nur noch ein Scherbenhaufen!!!

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen