Afrikanische Schweinepest

ASP: Heinen-Esser mahnt zu erhöhter Wachsamkeit

NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser mahnt insbesondere für den bevorstehenden Reiseverkehr in der Weihnachtszeit zur Wachsamkeit und ASP-Vorsorge.

NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser hat die breite Öffentlichkeit erneut aufgerufen, im Zusammenhang mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) weiterhin extrem wachsam und vorsorgend zu agieren. Derzeit schreitet der Ausbruch in der Schwarzwild-Population in Polen nahe der deutschen Grenze weiter voran. Ministerin Heinen-Esser ruft insbesondere Reisende und Touristen, Jäger, Förster, Fernfahrer und Tierhalter dazu auf, sich zu informieren und durch richtiges Verhalten zur Vorsorge beizutragen. Reisende sollten auf Rastplätzen keine Lebensmittelreste in offenen Mülleimern entsorgen und in schweinehaltenden Betrieben müssen Biosicherheitsmaßnahmen strikt eingehalten werden. Zudem seien Straßen- und Autobahnmeistereien angehalten, Zäune und Mülleimer zu kontrollieren, auf Wühlspuren von Wildscheinen zu achten und erforderliche Sicherungsmaßnahmen durchzuführen. „Gerade auf Rastplätzen entlang der Reiserouten zwischen Ost und West ist Sorgfalt beim Umgang mit Lebensmitteln angezeigt. Dies gilt insbesondere auch für den bevorstehenden Reiseverkehr in der Weihnachtszeit", erklärte Ministerin Heinen-Esser in einer Pressemitteilung.

Tote Wildschweine melden

Wichtig sei zudem, Funde von toten Wildschweinen in NRW unmittelbar unter der Telefonnummer 0201/714488 oder per Mail an nbz@lanuv.nrw.de der Bereitschaftszentrale des Landesumweltamtes zu melden. Die Zentrale kümmert sich in Abstimmung mit den Kommunen um die schnelle Sicherung und Untersuchung des aufgefundenen Wildschweins. Zur Unterstützung der Jagd auf Schwarzwild übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen zur ASP-Prophylaxe auch im Jahr 2020 die bei den zuständigen Kreisen und kreisfreien Städten anfallenden Verwaltungsgebühren für die Trichinenuntersuchung bei in NRW erlegtem Schwarzwild, sofern es nicht in Wildzerlegungsbetrieben auf Trichinen untersucht wird.

Vielzahl von Vorsorgemaßnahmen

Insgesamt wurden in den zurückliegenden Monaten in Nordrhein-Westfalen und koordiniert in der gesamten Bundesrepublik eine Vielzahl von Vorsorgemaßnahmen ergriffen, um einem drohenden Ausbruch der Tierseuche zu begegnen. Unter anderem wurden Krisenübungen durchgeführt, um im Falle eines Ausbruchs der ASP im Wildschweinbestand vorbereitet zu sein. Nordrhein-Westfalen setzt für den Fall eines Ausbruchs auf die speziell zur ASP-Bekämpfung gegründete Wildtierseuchen-Vorsorge-Gesellschaft mbH (WSVG). Sie kann von den zuständigen Kreisordnungsbehörden als externer Dienstleister für die effektive Bekämpfung der ASP bei Wildschweinen in der sogenannten Kernzone im Bedarfsfall zur Durchführung erforderlicher Maßnahmen hinzugezogen werden. Unter anderem sorgt sie durch regelmäßige Übungen und Schulungen dafür, dass das im Ernstfall einzusetzende Fachpersonal umfassend auf einen Einsatz zur ASP-Bekämpfung vorbereitet ist.


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