Afrikanische Schweinepest

ASP heizt Strukturwandel im polnischen Schweinesektor an

In Polen hat sich die Zahl der Schweinehalter seit dem Ausbruch der ASP im Jahr 2014 fast halbiert. Betroffen sind v.a. kleinere Betriebe, die die hohen Seuchenauflagen schwieriger stemmen können.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) und turbulente Märkte haben in den vergangenen sieben Jahren offenbar viele polnische Schweinehalter zum Aufgeben gebracht. Nach Angaben des Warschauer Landwirtschaftsministeriums hatte es im Jahr 2014 - als die hochansteckende Tierseuche erstmals in Polen nachgewiesen worden war - landesweit noch 179.000 einzelne Hausschweinbestände mit insgesamt rund 10,5 Mio. Tieren gegeben, was durchschnittlich 59 Schweinen pro Herde bedeutete. Bis 2019 war die Zahl der Schweinehaltungen auf 116.000 zurückgegangen. Zur Jahresmitte 2021 zählten die Behörden noch etwa 92.000 Betriebe mit Schweinen, was gegenüber 2014 einem Rückgang um fast die Hälfte entsprach.

Gesamtzahl an Schweinen fast unverändert

Der stellvertretende Landwirtschaftsminister Szymon Giżyński wies darauf hin, dass die Gesamtzahl an Schweinen in dieser Zeit dennoch nahezu gleichgeblieben sei. Er führt den Ausstieg vieler Halter und die gleichzeitig wachsenden Herdengrößen insbesondere auch auf die ASP zurück. Diese habe für einen deutlich steigenden Bedarf in puncto Biosicherheit und Seuchenprävention gesorgt. Die dafür erforderliche Professionalisierung habe für einen zunehmenden Wettbewerbsdruck hin zu größeren Betrieben gesorgt. Für kleinere Unternehmen werde es immer schwerer, die Anforderungen in diesen Punkten zu erfüllen, erklärte Giżyński.