Schweinepest

ASP in China: Nachfragesog nach Schweinefleisch erwartet

Chinas Schweinehalterverband spricht aufgrund der unkontrollierten ASP-Ausbreitung von einer nationalen Krise. Der Schweinefleischpreis steigt kräftig, was sich auch im internationalen Handel widerspiegeln dürfte.

Die Afrikanische Schweinepest hat sich in China fast über das gesamte Land ausgebreitet. Nach Angaben der FAO wurden in 31 der 33 Landesteilen Chinas infizierte Tiere entdeckt. Nur die großen Mastbetriebe haben überlebt. Tausende Tiere wurden gekeult. Es gibt also weniger Schweine und das treibt den Preis nach oben. In China kostet Schweinefleisch ein Drittel mehr als noch im Februar.

Der chinesische Viehzüchterverband schlägt jetzt Alarm. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg sprach der Chef des Verbands, Li Xirong, bei einem Branchentreffen in der Stadt Wuhan von einer "nationalen Krise".

Diese wirkt sich allerdings auch international aus. Steffen Reiter, Geschäftsführer des Exportverbandes German Meat sagte der Tagesschau: "Internationale Analysten gehen davon aus, dass die Schweinefleischproduktion in diesem Jahr in China um 20 bis 30 Prozent zurück gehen dürfte. Dadurch entsteht weltweit ein erheblicher Nachfragesog auf dem Weltmarkt für Schweinefleisch, der auch entsprechende Auswirkungen in Deutschland hat."

Daher dürfte China noch mehr Schweinefleisch aus Deutschland importieren als bisher. Das sorgt für volle Auftragsbücher bei Züchtern, Schlachtern und den entsprechenden Firmen in Deutschland, so Reiter weiter. "In normalen Jahren wurden zuletzt rund 300.000 Tonnen Schweinefleisch nach China exportiert. Wir gehen davon aus, dass sich diese Zahl in diesem Jahr annähernd verdoppeln dürfte."

Durch die höhere Nachfrage aus China wird wohl auch in Deutschland der Preis für Schweinefleisch kräftig steigen.

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