ASP: Keine Produkte aus Seuchengebieten im Handel

Vor dem Hintergrund des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in einigen polnischen Regionen haben Landwirte und Jäger beim Deutschen Jagdverband (DJV) nachgefragt, ob durch die Lidl-Rohwurst aus Polen ein Risiko der Einschleppung des ASP-Viruses besteht. Das FLI gibt Antwort...

Vor dem Hintergrund des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in einigen polnischen Regionen haben Landwirte und Jäger beim Deutschen Jagdverband (DJV) nachgefragt, ob durch die Lidl-Rohwurst aus Polen ein Risiko der Einschleppung des ASP-Viruses besteht.

Der DJV hat das Friedrich-Loeffler-Institut, das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, um Stellungnahme gebeten. Diese liegt jetzt vor: "Es gibt, wie bei allen anzeigepflichtigen Tierseuchen, strenge Auflagen bzw. Beschränkungen für die Restriktionszonen, die im Falle eines Ausbruchs eingerichtet werden. Aus diesen Gebieten kommen keine Produkte in den internationalen Handel, auch nicht zu einem Discounter. Das, was in den Handel geht, stammt von gesunden Tieren und ist nach bestem Wissen und Gewissen frei von Tierseuchen."

Erst kürzlich hat der DJV ein Frage-Antwort-Papier mit den am häufigsten gestellten Fragen zur ASP veröffentlicht. Festzuhalten bleibt: Die natürliche Ausbreitung der ASP über Wildschweine geht langsam voran, nach Angaben der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA mit höchstens 25 Kilometern pro Jahr. Besorgnis erregend ist die Ausbreitungsgeschwindigkeit über den Menschen: Auf Transitstrecken kann sich das Virus mit 90 Kilometern pro Stunde fortbewegen - beispielsweise über kontaminierte Lebensmittel aus
(Wild-)schweinfleisch (z.B. Salami, Räucherschinken).

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