ASP: Klöckner informiert über ihre bisherigen Vorsorge-Maßnahmen

Anlässlich des Reiseverkehrs in den Herbstferien hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner Urlauber, Fernkraftfahrer, Schweinehalter und Jäger ermahnt, unbedingt eine Eintragung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nach Deutschland zu vermeiden. Aktuelle Karten zur Verbreitung der ASP...

Anlässlich des Reiseverkehrs in den Herbstferien hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner Urlauber, Fernkraftfahrer, Schweinehalter und Jäger ermahnt, unbedingt eine Eintragung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nach Deutschland zu vermeiden.

Aktuelle Karten zur Verbreitung der ASP...
 
Sie nehme die Afrikanische Schweinepest äußerst ernst, so Klöckner weiter. Folgende Maßnahmen hat das BMEL ergriffen, um die Öffentlichkeit umfassend zu informieren und so präventiv der ASP entgegen zu wirken:
 
Informationskampagnen

Das BMEL hat über verschiedene Kanäle zahlreiche Informationsmaterialien bereitgestellt. Dazu zählen:

  • Die Einrichtung einer eigenen Website, die Informationen wie FAQ (frequently asked questions) bereit hält: www.bmel.de/asp
  • Die Erstellung und Verteilung von mehrsprachigen Plakaten an Tankstellen und Autobahnraststätten, sowie in Zügen der Deutschen Bahn.
  • Die Erstellung und Verteilung von Plakaten mit Informationen zur Anwendung der Schweinehaltungshygieneverordnung.
  • Die Erstellung und Verteilung von Flyern, Informationsbroschüren, Plakaten für Multiplikatoren wie Berufsverbände, Forstverwaltungen, Jagdreiseveranstalter.
  • Die Verbreitung von Informationen mittels der Sozialen Medien.
Änderung des Tiergesundheitsgesetzes und des Bundesjagdgesetzes

Im Juni hat das Bundeskabinett die vom BMEL vorgelegte Änderung des Tiergesundheitsgesetzes und des Bundesjagdgesetzes beschlossen, um im Fall des Ausbruchs schneller handeln zu können. Folgende Maßnahmen sind dadurch im Ausbruchsfall möglich:

  • Absperrung eines von der zuständigen Behörde zu bestimmenden Gebietes, beispielsweise durch Umzäunung.
  • Beschränkung des Personen- oder Fahrzeugverkehrs für bestimmte Gebiete.
  • Beschränkungen und Verbote der Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen, beispielsweise ein Ernteverbot mit dem Ziel, eine Auswanderung von Wildschweinen zu vermeiden.
  • Anordnung einer vermehrten Fallwildsuche, um die Infektionsmöglichkeiten gesunder Wildschweine zu minimieren.
  • Möglichkeit der Anordnung, dass neben Jägern (Jagdausübungsberechtigten) auch andere Personen einer verstärkten Bejagung nachgehen können, soweit eine unverzügliche und wirksame Bekämpfung der ASP nicht sichergestellt ist.
 
Grenzübergreifender Informationsaustausch

Um den Ausbruch und die Ausbreitung der ASP zu verhindern steht Bundesministerin Julia Klöckner in engem Austausch mit der Europäischen Kommission und den Nachbarländern. Außerdem stehen die Behörden und Fachverwaltungen in Deutschland in Kontakt mit ihren internationalen Partnern.

Dabei geht es unter anderem um:

  • Die aktuellen Entwicklungen der ASP insbesondere in Belgien.
  • Die Vernetzung lokaler und zentraler Veterinärverwaltungen sowie der Nationalen Referenzlaboratorien.
  • Simulationsübungen, um im Fall eines grenznahen Ausbruchs schnell und abgestimmt zu handeln. Eine Simulationsübung mit Polen fand bereits im Juni statt.
Forschungsaktivitäten
Weltweit werden Forschungsprojekte mit dem Ziel einer effizienten Prävention, Kontrolle und Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest durchgeführt, an denen sich das Friedrich Loeffler-Institut, Nationales Referenzlabor für Afrikanische Schweinepest, beteiligt. Insbesondere geht es bei den Forschungen darum, die Entstehung, Verbreitung und Bekämpfung des Virus, sowie die Virus-Wirts-Interaktion zu verstehen.
 

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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