Afrikanische Schweinepest

ASP: Leichte Entspannung der Situation in Polen

In Polen sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weniger ASP-Fälle festgestellt worden. Entwarnung bedeute dies jedoch nicht, jahreszeitliche Schwankungen des ASP-Drucks seien natürlich.

In Polen sind Anfang Mai erneut viele Fälle der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen festgestellt worden; allerdings gibt es Anzeichen für ein vorläufiges Abflauen der hochansteckenden Seuche. Die Oberste Veterinärbehörde bestätigte in der vorletzten Woche weitere 46 Fundstellen mit insgesamt 61 an ASP verendeten Wildschweinen.

„Hot Spots“ konnten zuletzt indes nicht ausgemacht werden. Vielmehr trat die Seuche von Ermland-Masuren bis ins Karpatenvorland auf. Betroffen war mit etlichen Funden auch wieder die Wojewodschaft Lebus in unmittelbarer Nähe zur deutsch-polnischen Grenze, so dass hier weiterhin Grund zu hoher Wachsamkeit besteht.

Weniger ASP-Fälle als im Vorjahr

Im Vergleich zum vergangenen Jahr zeigt sich allerdings eine deutliche Abnahme: Während nach amtlicher Zählung der Behörden seit Jahresbeginn insgesamt 1.271 Fälle der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen und einer in einer Schweinehaltung verzeichnet worden sind, hatte es im gleichen Vorjahreszeitraum fast 2.400 Seuchenfälle gegeben. Für eine Entwarnung dürfte es aber dennoch zu früh sein, da der ASP-Druck auch schon in früheren Jahren deutliche, jahreszeitliche Schwankungen gezeigt hatte.


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