ASP: Mecklenburg-Vorpommern kauft Elektrozaun

Auch Mecklenburg-Vorpommern hat sich für den Ernstfall eines ASP-Fundes einen Elektrozaun zugelegt, den man um den Ausbruchsherd ziehen kann.

Nach Niedersachsen hat nun auch Mecklenburg-Vorpommern einen Schutzzaun für den Fall gekauft, dass nach einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) oder einem Fund eines an ASP verendeten Wildschweine eine Sperrzone abgeriegelt werden muss.

Laut NDR ist der Elektrozaun 51 km lang. Er soll im Fall des Ausbruches den Seuchenherd weiträumig einkreisen, damit die infizierten Schweine die Pest nicht weiter verbreiten können. Die Kosten würden sich auf 45.000 Euro belaufen, heißt es. Eine Planungsgruppe soll nun im Januar klären, wie der Zaun aufgebaut und wie oft kontrolliert werden muss.

Lob kommt laut dem Sender aus der Jägerschaft. Sie verweisen auf den Erfolg solcher Zäune in Tschechien. Zudem würden derzeit in Mecklenburg-Vorpommern intensive Drückjagden auf Schwarzwild durchgeführt.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Paul Siewecke

In Tschechien...

haben auch an jeder Lücke im Zaun 2-3 Schützen der tschechischen Armee gewartet und so für Ausbruchssicherheit gesorgt. Außerdem kannten die dortigen Wildschweine keinen E-Zaun, so dass dem "neumodischen Kram" erstmal aus dem Weg gegangen wurde. In Deutschland (erst recht in MV!) kennen die Wildschweine den E-Zaun und wissen vor allem, dass man nur mit genügend Anlauf durchlaufen muss. So machen es inzwischen sogar schon Rehe und Damwild, und das ganze, ohne dass sie gejagt werden! Fazit: rausgeschmissenes Geld! 2 Meter hoher Wildzaun mit Unterwühlschutz ist das einzige, was sicher funktioniert! Bei niedriegeren Zaunhöhen geht es einfach oben drüber...

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