Afrikanische Schweinepest

ASP-Neuinfektionen in Polen nicht abgeflaut

In Polen kommt das ASP-Seuchengeschehen vor dem deutschen Staatsgebiet nicht zur Ruhe. Allein in der vorletzten Woche wurden 50 neue Funde von verendeten Wildschweinen registriert.

Entgegen anderslautenden Erwartungen ist die Kurve bei den Neuinfektionen mit Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Polen bislang nicht abgeflaut. Die Oberste Veterinärbehörde des Landes bestätigte allein in der vorletzten Woche 50 neue Funde von Wildschweinen, die an der Seuche verendet sind. Seit Jahresbeginn bis Mitte Mai wurden insgesamt 2.537 neue Fälle registriert, was deutlich über der betreffenden Zahl im Vorjahreszeitraum liegt. Die ASP trat vergangene Woche in sechs Wojewodschaften auf, die sich über das ganze Land verteilen.

Aus deutscher Sicht besonders bedenklich waren erneute Funde toter Wildschweine in der Wojewodschaft Lebus. Ein bestätigter Fall in der Gemeinde Zary befand sich nur rund 25 km von der deutsch-polnischen Grenze entfernt. Auch die erneuten Funde in den nur wenig weiter entfernten Kreisen Nowosolski, Wschowski und Zielona Gora zeigen, dass sich das Seuchengeschehen kurz vor dem deutschen Staatsgebiet keinesfalls beruhigt.

Die Seuchenfunde konterkarieren damit die Einschätzung von Landwirtschaftsminister Jan Krzysztof Ardanowski, der noch vor wenigen Wochen erste Anzeichen für ein Abflauen der seit 2014 in dem Land grassierenden Seuche ausgemacht haben wollte. Dafür sprach nach Darstellung des Ministers zu diesem Zeitpunkt, dass 77 zuvor auffällige Gemeinden zwischenzeitlich wieder als seuchenfrei galten. Einen anderen Standpunkt vertritt hingegen der Landesbauernverband Brandenburg (LBV), der weiterhin vor dem Übergreifen der Afrikanischen Schweinepest nach Deutschland warnt. Der Verband fordert deshalb die Errichtung einer festen Zaunanlage entlang der deutsch-polnischen Grenze.


Diskussionen zum Artikel

von Diedrich Stroman

Polnische Wirtschaft!!

Das kommt nicht von ungefähr! Da fordern die Polen ständig Geld zur Seuchenbekämpfung von der EU und kriegen die Probleme nicht in den Griff! Und das geht nun schon über drei Jahre.Eine Grenze muss her denn so ändert sich nicht's und sollten es zum Gau kommen wierd komischerweise ... mehr anzeigen

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