Afrikanische Schweinepest

ASP: Niedersachsen lagert 150 km festen Zaun ein

Um die Restriktionszonen bei einem ASP-Fund schnell einzäunen zu können, hat Niedersachsen 150 km wildschweinsicheren Zaun angeschafft und bei der Bundeswehr eingelagert.

Bei einem ASP-Ausbruch ist schnelles Handeln angesagt. Denn je früher der Seucheneintrag entdeckt und je schneller das Seuchengeschehen eingegrenzt werden kann, desto größer sind die Erfolgsaussichten. Angesichts der ASP-Funde bei Wildschweinen, die immer weiter an die niedersächsische Landesgrenze heranrücken, hat Hannover jetzt die Vorsorgemaßnahmen weiter verstärkt.

700 Europaletten Zaunmaterial

Um die Restriktionszonen bei einem ASP-Fund möglichst schnell einzäunen zu können, hat das Landwirtschaftsministerium einen 150 km langen Zaun mit festem Knotengeflecht angeschafft und im Bundeswehrcamp Fallingbostel/Oerbke eingelagert. Die Lieferung, zu der auch 30.000 Zaunpfähle, 600 Weidezauntore in verstellbaren Breiten und 90.000 Erdspieße zur Bodenverankerung gehören, umfasst etwa 700 Europaletten bzw. 35 Lkw-Ladungen.

Maschinenring am Zaunbau beteiligt

Anlässlich der Einlagerung bedankte sich Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast gestern (20.01.22) bei der Bundeswehr dafür, dass sie den Lagerraum zur Verfügung stellt. Amtshilfe leisteten die Kräfte der niedersächsischen Heimatschutzkompanien darüber hinaus bereits in Brandenburg bei der Fallwildsuche. Die Ministerin bedankte sich aber auch ausdrücklich beim Maschinenring Niedersachsen, der im ASP-Seuchenfall als einer der Dienstleister den Zaun errichten wird.

Koordinierungsstelle beim LAVES

Niedersachsen bereitet sich bereits seit dem ersten Auftreten der ASP in den baltischen Staaten und in Polen im Jahr 2014 systematisch auf einen ASP-Eintrag vor, berichtete Ministerin Otte-Kinast. Neben der Anschaffung von Sachmitteln wie des Schutzzaunes werde regelmäßig geschult und geübt. Dazu hat das Land beim Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) eine Koordinierungsstelle eingerichtet. Dort werden alle Informationen gebündelt sowie Schulungen und Übungen vorbereitet.

Wildtierseuchen-Vorsorgegesellschaft

Darüber hinaus hat die Landesregierung in Hannover im Juli letzten Jahres mit der Firma AN Vorsorge GmbH eine Rahmenvereinbarung zur Bekämpfung der ASP bei Wildschweinen unterzeichnet. Die AN Vorsorge ist seitdem die zuständige Wildtierseuchen-Vorsorgegesellschaft, die die von den Veterinärbehörden angeordneten Bekämpfungsmaßnahmen durchführt.


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