Brandenburg

ASP: Nonnemacher fordert mehr Unterstützung vom Bund

Brandenburgs Verbraucherschutzministerin Nonnemacher ist enttäuscht, dass sich die Bundesregierung so wenig an der ASP-Bekämpfung beteiligt. Auch der Schutzzaun sei mit Polen nicht machbar.

Brandenburgs Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) fordert im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest im Land mehr Unterstützung durch den Bund.

Seit dem vergangenen Jahr, als die Tierseuche zum ersten Mal bei einem Wildschwein in Brandenburg nachgewiesen worden war, habe man 40 Mio. € für deren Eindämmung bereitgestellt, sagte Nonnemacher am Freitag im Inforadio vom rbb.

Das sei sehr viel für das Bundesland: "Wir sind ein bisschen enttäuscht, dass aus Berlin da nicht noch mehr Unterstützung kommt." Man brauche dringend ein Hilfsprogramm für die Schweinehalter, da Schweinefleisch aus Brandenburg durch die Tierseuche nur noch schwer zu vermarkten sei: "Und wir brauchen dringend Hilfe bei der Einzäunung von Bundesautobahnen, auch da wünschen wir uns mehr Unterstützung."

Das ursprüngliche Konzept, einen Schutzzaun sowohl auf der deutschen als auch der polnischen Seite der Oder-Neiße-Grenze zu errichten, sei mit Polen leider nicht zu machen, erklärte die Verbraucherschutzministerin. "Wir haben einen 255 km langen, festen und durchgängigen Zaun in Brandenburg und wir planen noch einen zweiten."

Eine solche Schutzzone nur auf Brandenburger Gebiet zu errichten, koste viel Geld und verlange große Anstrengungen, so die Grünen-Politikerin. Aber man tue alles, um die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest nach Westen zu verhindern.


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