Afrikanische Schweinepest

ASP: Polen bleibt Hochrisikogebiet

Die Oberste Veterinärbehörde in Polen hat in diesem Jahr bereits 2.664 ASP-Fälle bei Wildschweinen gemeldet. Rund ein Viertel davon bestätigten die Behörden im Südwesten Polens.

Polen bleibt aus deutscher Perspektive Hochrisikogebiet für die weitere Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Die Oberste Veterinärbehörde des Landes bestätigte innerhalb der vergangenen Woche 100 neue Seuchenfälle bei Wildschweinen, deren Gesamtzahl in diesem Jahr auf 2.664 stieg. Dabei wurde rund ein Viertel der Fälle im Südwesten Polens gemeldet. Einzelne Funde in der Wojewodschaft Niederschlesien waren nur wenige Kilometer von der tschechisch-polnischen Grenze entfernt; allerdings ist auch die Strecke vom aktuellen Seuchenherd nach Görlitz kaum weiter. Im dortigen Dreiländereck dürfte die Gefahr der ASP-Verbreitung durch infiziertes Schwarzwild daher hoch bleiben.

Auch die polnischen Schweinehalter kommen in puncto Afrikanischer Schweinepest nicht zur Ruhe. Laut den zuständigen Behörden wurde das hochansteckende Virus binnen kurzer Zeit in zwei Schweinebeständen in der Wojewodschaft Heiligkreuz im Südosten des Landes festgestellt. Beide Fälle traten in bisher nicht betroffenen Regionen auf, so dass neue Sperr- und Beobachtungszonen ausgewiesen werden mussten. In der Wojewodschaft sind seit Anfang Oktober sieben ASP-Ausbrüche in Hausschweinbeständen aufgetreten. Landesweit wurden seit Jahresbeginn insgesamt 122 Seuchenfälle registriert - mehr als in allen anderen Jahren seit dem erstmaligen Auftreten der ASP in Polen im Jahr 2014.


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