Schweinepest

ASP: Saarland setzt Kadaversuchhunde ein

Speziell ausgebildete Hunde sollen im Saarland bei der Bekämpfung der Schweinepest helfen. Die sechs ersten Kadaver-Suchhunde stehen jetzt bereit.

Die saarländischen Behörden bereiten sich bereits seit zwei Jahren mit vielfältigen Maßnahmen auf einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) vor. Ein wichtiger Aspekt zur Bekämpfung der Seuche ist das schnellstmögliche Auffinden und Entfernen verendeter Wildschweine.

Im Saarland stehen dafür jetzt speziell geschulte Suchhunde zur Verfügung, die, anders als Jagdhunde bei der Stöberjagd oder Nachsuchehunde bei verletztem Wild, in der Lage sind, an Schweinepest verendete Wildschweine im Gelände schnell zu finden.

In Zusammenarbeit mit der Vereinigung der Jäger des Saarlandes (VJS) und einer privaten Hundeschule hat das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz als oberste Jagdbehörde ein Ausbildungsprogramm und eine Prüfungsordnung für dieses neue Aufgabengebiet erarbeitet. Wertvolle Unterstützung erhielt die Arbeitsgruppe vom Leiter der Hundestaffel der Bundespolizei in Koblenz. Die ersten sechs Hunde haben den Lehrgang inzwischen absolviert und jetzt auch die Prüfung bestanden. Sie können künftig im Fall der Fälle als Kadaver-Suchhunde eingesetzt werden.

Minister Reinhold Jost freut sich über diesen Ausbildungserfolg: „Dieses Ergebnis, dass alle Hunde den Test bestanden haben, ist einem erfreulich guten Zusammenspiel von VJS, Polizeihundeausbilder, Hundeschule und unseren Fachleuten zu verdanken. Aber all dies wäre überhaupt nicht möglich gewesen, wenn nicht Privatleute aus Interesse, ihren Hund in eine sinnvolle Ausbildung zu bringen, über Monate ihre Freizeit aufgewendet hätten, um Ausbildung und Abschlusstest zu absolvieren.“ Dank dieses großen Engagements stünden dem Saarland, als erstem Bundesland überhaupt, nun geprüfte Kadaver-Suchhunde für den Ernstfall eines Seuchenausbruchs zur Verfügung. Jost: „Wir wollen künftig noch weitere Hunde dafür ausbilden.“

Niedersachsen findet die Pläne gut und denkt nun selbst über Kadaversuchhunde nach.

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