Australien: Tierrechtler prangern Landwirte öffentlich an

Tierhaltungsgegner der Gruppe "Aussi Farms" haben im Internet eine interaktive Karte hunderter Betriebsstandorte von Tierhaltern und Schlachthöfen in Australien veröffentlicht. Die Aktivisten ermutigten die Menschen dazu, bei den Farmen vorbeizufahren und Fotos zu schießen.

Tierhaltungsgegner der Gruppe „Aussi Farms“ haben eine interaktive Landkarte ins Netz gestellt, aus der genaue Angaben über Betriebsstandorte hunderter Tierhalter, aber auch von Schlachthöfen in Australien hervorgehen. Bei einem Klick auf eine Farm werden teilweise auch persönliche Kontaktdaten, Fotos des Betriebes oder Filme aus Stalleinbrüchen veröffentlicht. Die als gemeinnützig anerkannte Organisation setzt sich nach eigenen Angaben für eine vegane Lebensweise ein und lehnt jede Art der „ausbeuterischen Tierhaltung für menschliche Zwecke“ ab. Der Geschäftsführer von Aussi Farms, Chris Delforce, erklärte gegenüber der Presse, dass mit der Karte „mehr Transparenz in eine Branche gebracht werden soll, die gerne im Geheimen operiere“. Er ermutigte die Menschen dazu, an den Farmen vorbeizufahren und weitere Fotos zu machen, allerdings dürfe nicht das Gesetz gebrochen werden, um Material zu bekommen.

Entsetzt über diesen Angriff auf die Privatsphäre der Farmer zeigte sich die Präsidentin des Australischen Bauernverbandes (NFF), Fiona Simson. Sie berichtete, dass die landwirtschaftlichen Familien ängstlich und sehr wütend darüber seien, dass „ihr Arbeitsplatz und ihr Zuhause zum Ziel extremer und gefährlicher Aktivitäten geworden sind und dass ihr Name fälschlicherweise mit Tierquälerei in Verbindung gebracht wird“. Fast täglich gebe es Beispiele, wie Aktivisten ohne Erlaubnis in Farmen und Unternehmen eindringen würden, um dort die Arbeit zu stören.

Simson kündigte an, alle rechtlichen Mittel zu prüfen, um die Karte wegen Verstößen gegen das Gesetz zum Schutz der Privatsphäre vom Netz zu nehmen. Außerdem müsse Aussi Farms der gemeinnützige Status aberkannt werden, da das Agieren der Tierschützer offen gegen australische Gesetze verstoße.

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Diskussionen zum Artikel

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von Josef Doll

Wer Vegan ist

Ist zu 80 % ein Militanter Tierhaltungsgegner. Wenn man selbst schon so gut ist zu den Tieren müssen es die anderen auch sein/ werden. Das unsere heutige Landwirtschaft überhaupt in der Lage ist immer mehr Menschen zu ernähren stellen unsere NGO`s voraus . Noch mussten keine Menschen sterben weil nachweislich keine Lebensmittel zur Verfügung stehen. Noch.........

von Wilhelm Grimm

Weimarer Republik ?

Es geht schon wieder los. Demokratien sind anscheinend kein vernünftiges Modell.

von Anton Obermeier

Warum

stellt man keine Karte mit den Adressen der Tierrechtler ins Netz und fordert die Tierhalter auf sie zu "besuchen". Man würde mit Anzeigen überzogen. Kann man halt nur mit den "dummen Bauern" machen.

von Lars Henken

Hochsitz-Karte

Gab es nicht auch mal eine Karte im Internet, in die Jagdgegner Hochsitze und jagdliche Anlagen eintragen konnten? Das Zerstören von Hochsitzen ist ja leider auch keine Seltenheit mehr. Warum müssen sich Landwirte bzw. australische Farmer so etwas bieten lassen. Ich habe mich gerade intensiv mit der Datenschutzgrundverordnung beschäftigt, die scheint aber ja nicht für Landwirte zu gelten, schließlich veröffentlicht die EU die Zahlungen die Landwirte von der EU bekommen offen im Internet. Wie passt das zusammen? Ich denke da gerade an den Aufschrei der durch Deutschland ging, als die zusammengesuchten Daten von Politikern veröffentlicht wurden. Wie schnell waren die Behörden, wie schnell ging es durch alle Medien, was ein Wirbel. Wenn es um Landwirte geht, dann gibt es besten Falls ein Schulterzucken von der Politik oder man kommt gesagt, wenn man nichts zu verbergen hätte, müsse man sich ja nicht dagegen wehren. Wo soll das am Ende hinführen? Germania quo vadis?

von Christian Bothe

AUS

Es gibt halt überall ideologisch verprellte Menschen.

von Karlheinz Gruber

Es zeigt sich

daß die "Tierschutzfirmen "sich global vernetzt haben. Soviel zu eigenständigen Vereinen. Netzwerk ist die andere Titulierung. Sie wollen uns alle Ihren Veganen Lebensstil aufzwingen. So viel zu Freiheit, die wir Ihnen lassen. Bin gespannt wann die mal in China anfangen, Rußland, Nordkorea. Auf die Bilder bin ich gespannt. Und was mit denen dann passiert, bei so viel Freiheit

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