Bayern führt genomische Zuchtwerte gegen Ebergeruch ein

Ab 2019 ist die betäubungslose Ferkelkastration in Deutschland verboten. Als Alternative kommt besonders der Ebermast eine große Bedeutung zu. Dabei ist es jedoch wichtig, die für den Ebergeruch verantwortlichen Substanzen Indol, Skatol und Androsteron zu minimieren.

Die LfL testete 500 männliche Nachkommen bayrischer Besamungseber auf die für den Ebergeruch verantwortlichen Substanzen und entwickelte einen genomischen Zuchtwert. (Bildquelle: Die LfL testete 500 männliche Nachkommen bayrischer Besamungseber auf die für den Ebergeruch verantwortlichen Substanzen und entwickelte einen genomischen Zuchtwert. )

Ab 2019 ist die betäubungslose Ferkelkastration in Deutschland verboten. Als Alternative kommt besonders der Ebermast eine große Bedeutung zu. Dabei ist es jedoch wichtig, die für den Ebergeruch verantwortlichen Substanzen Indol, Skatol und Androsteron zu minimieren. Die bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) hat nun im Rahmen des Projektes „Geruchsoptimierung durch genomische Selektion“ eine genomische Schätzformel gegen Ebergeruch entwickelt.

Dazu dienten knapp 500 männliche Nachkommen bayerischer Besamungseber, die in den Leistungsprüfungsanstalten für Schweine in Grub und Schwarzenau gemästet wurden. Nach der Schlachtung wurden Proben aus dem Nackenspeck dieser Eber entnommen und deren Gehalte an Androstenon, Skatol und Indol festgestellt. Gleichzeitig wurden die Prüftiere mit einem Gen-Chip genotypisiert, so dass eine genomische Schätzformel für die Leitmerkmale des Ebergeruchs entwickelt werden konnte. Die für die Geruchsstoffe geschätzten Erblichkeitsgrade lagen mit 0,47 bis 0,60 in einem hohen bis sehr hohen Bereich. Die Genauigkeit der genomischen Zuchtwerte für Ebergeruch liege zwischen 50 und 54 %, so die LfL

Das Projekt wurde von den bayerischen Besamungsorganisationen, der Erzeugergemeinschaft und Züchtervereinigung für Zucht- und Hybridzuchtschweine e.V., der Tierzuchtforschung Grub e.V. sowie dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten unterstützt.

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Artikel geschrieben von

Regina Imhäuser

Redakteurin Schweinehaltung

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