Lebensmittelsicherheit

BfR-Tagung zu lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüchen

Wissenschaftler diskutieren auf der zweitägigen Veranstaltung über das Vorkommen sowie über die Übertragung und Bekämpfung von Zoonoseerregern entlang der Lebensmittelkette.

Krankheitserregern in Fleisch, Eiern und Rohmilch ist das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bei einem Symposium auf der Spur. Die zweitägige Veranstaltung beginnt heute in Berlin und wird unter dem Motto „Zoonosen und Lebensmittelsicherheit“ veranstaltet. Laut BfR werden Experten aus wissenschaftlichen Einrichtungen, der behördlichen Lebensmittelüberwachung sowie der Wirtschaft aktuelle Entwicklungen und Strategien diskutieren, um Nahrungsmittel für den Menschen noch sicherer zu machen. Denn einige Mikroorganismen könnten im Essen gesundheitliche Beschwerden hervorrufen. Beispielsweise führen Campylobacter in Rohmilch, Salmonellen in Eiern oder Listerien in verzehrfertigen Lebensmitteln immer wieder zu Ausbruchsgeschehen mit zahlreichen Erkrankten. Im Fall von Listerien seien zudem überdurchschnittlich viele Todesfälle zu verzeichnen.

Neue Software für Lebensmittelsicherheit

Um Krankheitsausbrüche aufzuklären, hat das BfR nach eigenen Angaben ein digitales Werkzeug entwickelt, die Software FoodChain-Lab. Damit sei es möglich, Produkte vom Herstellungsbetrieb bis zur auffälligen Häufung von Erkrankungsfällen zu verfolgen, erläuterte BfR-Präsident Prof. Andreas Hensel. Diese innovative Software würde weltweit interessierten Anwendern zur Verfügung gestellt. Mit dem Werkzeug werde das im Labor bestimmte genetische Profil der Erreger mit den Lieferdaten der in Frage kommenden Lebensmittel abgeglichen und so die Quelle der Kontamination nachgewiesen. Das BfR entwickelt die einfach anzuwendende Software laut Hensel stetig weiter und schult zuständige Behörden in der Anwendung, um eine schnelle und verlässliche Aufklärungsarbeit zu ermöglichen.

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