Isofluran

BLE bewilligt knapp 2.700 Förderanträge für Narkosegeräte

Die meisten Anträge auf Anschaffung eines Isofluran-Narkosegerätes seien aus Niedersachen, Nordrhein-Westfalen und Bayern gekommen. Das teilte die Bundesanstalt mit.

Bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) sind im Jahr 2020 insgesamt 2.747 Anträge auf Unterstützung bei der Anschaffung eines von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) zertifizierten Isofluran-Narkosegeräts eingegangen. Davon wurden 2.685 Anträge mit einem Fördervolumen von rund 13,56 Mio. € bewilligt. Hinzu kamen weitere sieben Bewilligungen für 26 Geräte, die zu Schulungszwecken genutzt werden.

Diese Zahlen hat die BLE kurz vor Weihnachten in einem Rückblick auf ihre im Jahr 2020 erfolgten Aktivitäten bekanntgegeben. Laut BLE konnten landwirtschaftliche Betriebe von Januar bis September 2020 Zuwendungen beantragen, um ein Isofluran-Narkosegerät anzuschaffen. Mittlerweile seien alle Anträge bearbeitet und die Auszahlungen auf den Weg gebracht worden. Die meisten Anträge von Landwirten, nämlich 863, seien aus Niedersachen gekommen, teilte die Bundesanstalt mit. Dahinter folgten Nordrhein-Westfalen und Bayern mit 612 beziehungsweise 556 Anträgen.

Um allen Beteiligten Entscheidungshilfen für die Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration zu geben, habe das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) im Jahr 2020 mehr als 100 Informationsveranstaltungen in Auftrag gegeben, so die BLE. Trotz der Corona-Pandemie seien von März bis November 24 Präsenzveranstaltungen und 75 Online-Seminare mit fast 2.900 Teilnehmern durchgeführt worden. Das umfassende Medienpaket stehe weiterhin kostenfrei zur Verfügung.

Zudem stelle eine Broschüre die verschiedenen Alternativmethoden, deren Vor- und Nachteile sowie betriebswirtschaftliche Konsequenzen vor. Der BLE zufolge hält der BZL-YouTube-Kanal zu jeder Alternativmethode ein Video mit Erfahrungsberichten bereit. Poster mit Ablaufplänen würden bei der korrekten Umsetzung im Betrieb helfen. Für mittlere und kleine Schlacht- und Verarbeitungsbetriebe habe das BZL außerdem Informationen zur Fleischverarbeitung bei Jungebern und zu Immunokastraten zusammengestellt.


Diskussionen zum Artikel

von Uwe Bissbort

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