Kommentar

Borchert: Jetzt!

Agrarministerin Klöckner sollte beim Borchert-Plan Druck machen und vor der Wahl Fakten schaffen. Sonst entscheiden in Zukunft Gerichte darüber, wie Nutztiere hierzulande gehalten werden.

Von den Nutztierhaltern wird in Sachen Tierwohl viel erwartet. Die zentrale Frage dabei ist: Wie bauen wir die Tierhaltung so um, dass die Bauern langfristig Planungssicherheit haben, ein ausreichendes Einkommen erwirtschaften und die Tierhaltung gesellschaftlich wieder akzeptiert wird?

Viele Landwirte favorisieren die Marktlösung, bei der die Verbraucher für die höheren Tierwohlstandards an der Supermarktkasse zahlen. Doch das ist Wunschdenken. Das hat nicht nur der jüngste Versuch von Lidl gezeigt. Der Discounter hatte die Preise für ausgewählte Fleischprodukte testweise um 1 € pro kg angehoben und das offen kommuniziert. Ergebnis: Die Kunden kauften die billigere Ware bei der Konkurrenz. Warum sollte sich das in Zukunft ändern? Geiz bleibt geil! Leider.

Ohne die Hilfe des Staates werden wir den Umbau nicht stemmen können. Und mit dem ­Borchert-Plan liegt nun ein...


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Agrarministerin Klöckner hat die Machbarkeitsstudie zu den Borchert-Plänen vorgestellt. Die Studie favorisiert höhere Mehrwertsteuern oder einen Tierwohl-Soli. Vor der Wahl wird das aber knapp.


Diskussionen zum Artikel

von Norbert Post

Ordnungsrecht

Sehr geehrter Herr Arden, glauben Sie allen ernstes, dass Sie jemanden damit hinter dem Ofen herholen und sagen: entweder machst du das jetzt oder morgen kommt das Ordnungsrecht? Das Ordnungsrecht entwickelt sich sowieso weiter auch wenn wir Tierwohl machen. Hier geht es um eine ... mehr anzeigen

von Wilfried Maser

Was kommt als nächstes

an Anforderungen? Vor diesem Hintergrund werden vermutlich viele Tierhalter mit dem Ausstieg liebäugeln.

von Hermann Kamm

Werder Autor,

Die Ministerin braucht keinen druck machen! Sie hat genug Unheil über die Landwirtschaft in ihrer Minister Rolle und Amtszeit gebracht. und bevor noch mehr schwachsinn auf uns zu kommt sollte sich die Ministerin sich auf ihren Abgang vorbereiten, denn der wird kommen.

von Josef Hutter

Wunschdenken

An den Autor: Wunschdenken ist, wenn man glaubt, dass die eingenommen Mittel nicht in der Verwaltung versickern! Borchert ist gelebter Sozialismus, deshalb lehnen wir „den Plan“ ab! Ich will keinen Vertrag mit dem Staat, ich will Rahmenbedingungen die mich nicht schlechter stellen als ... mehr anzeigen

von Hans-Peter Mahler

Richtig!

Genau das ist das Problem solange Auflagen nur den Deckmantel haben, die Tierproduktion in Deutschland zurückzudrängen sind sie nutzlos! Ich habe nichts gegen 80jährige die noch aktiv mit endscheiden wollen, Lebenserfahrung ist durch nichts zu ersetzten aber diese Aufgabe sollte doch ... mehr anzeigen

von Gregor Grosse-Kock

Zustand

Ist in Gänze miserabel! Alles gehört auf Null gedreht, unser Fleisch kommt sonst woanders her, Was an Gesetzen geschaffen wird, kann auch wieder abgeschafft werden - jeder tut so als sei der letzte Moment angebrochen! Dann werden eben Gerichte mit Ortsterminen entscheiden!!! ... mehr anzeigen

von Albert Maier

Die Antwort:

"Wie bauen wir die Tierhaltung so um, dass die Bauern langfristig Planungssicherheit haben, ein ausreichendes Einkommen erwirtschaften und die Tierhaltung gesellschaftlich wieder akzeptiert wird?" In dem man die Tierhaltung abschafft.

von Fritz Gruber

Dann

Werden die Gerichte die Ernährung der deutschen Bevölkerung übernehmen müssen denn keiner kann uns vorschreiben ob wir in Zukunft Tiere halten

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