Arbeitermangel

Britische Schweinehalter leiden unter massivem Schlachtengpass

35.000 Schweine mussten dem britischen Schweinehalterverband zufolge schon getötet werden, weil die Schlachthöfe und Verarbeitungsbetriebe unterbesetzt sind. Es droht ein dramatischer Schweinestau.

Aufgrund fehlender Arbeiter aus dem EU-Ausland warnt die britische Fleischbranche erneut davor, das Zehntausende schlachtreife Schweine getötet werden müssten. Bei einem Krisentreffen am Donnerstag im britischen Landwirtschaftsministerium nannte die National Pig Association die Zahl von mindestens 35.000 gesunden Tieren, die aufgrund des enormen Rückstaus an den Schlachthöfen nicht verarbeitet und entsorgt werden mussten.

Presseagenturen zitieren den Verband, dass der Rückstau bis Ende des Frühjahrs auf mehr als 200.000 Schweine anwachsen könnte. Rund 40 unabhängige Fleisch verarbeitende Betriebe hätten die Branche bereits verlassen, heißt es.

In York gingen diese Woche Schweinehalter auf die Straße. Sie seien finanziell, emotional und mental am Ende, ihre Existenz bedroht, berichteten einige gegenüber Medienvertretern. Die Ställe seien voll. Der Schweinehalterverband fordert die Regierung daher auf, die Hürden für ausländische Arbeiter zu lockern und aktiv Personal anzuwerben. U.a. könnte man auf die geforderten Englischkenntnisse verzichten.

Schon vergangenes Jahr gab es die gleichen Probleme. Auf die damals angebotenen erleichterten Arbeitsvisa für ein halbes Jahr haben sich jedoch kaum EU-Arbeiter gemeldet.


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