Agrarministerkonferenz

Bund und Länder wollen Umbau der Tierhaltung jetzt umsetzen

Auch die Länder stehen hinter den Borchert Vorschlägen zum Umbau der Tierhaltung. Für eine Tierwohlabgabe gibt es Präferenzen, die Finanzierung soll aber noch mit einer Studie abgesichert werden.

Einstimmig haben sich die Länder am Donnerstag bei der Sonderagrarministerkonferenz in Berlin hinter die Borchert Vorschläge zum Umbau der Tierhaltung gestellt. Damit hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) nach dem Bundestag nun auch die Unterstützung aller Bundesländer für die Umsetzung des Vorhabens.

Machbarkeitsstudie soll Finanzierung klären

Noch nicht festgelegt haben sich die Minister allerdings bei der Finanzierung. Zwar hat es nach Informationen von top agrar in der Runde der Agrarminister eine größere Sympathie für die Finanzierung des Umbaus mit einer Tierwohlabgabe, die wie eine Verbrauchssteuer wirken soll, gegeben. Doch die Minister wollen zuvor noch eine Machbarkeitsstudie zur Finanzierung abwarten. Vor allem die Vereinbarkeit der Finanzierungsmöglichkeiten mit EU-Recht sollen darin umfassend überprüft werden. Die Studie wird derzeit vom Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) ausgeschrieben. Landwirtschaftsministerin Klöckner sagte auf der AMK zu, die Ergebnisse spätestens zur Frühjahrsagrarministerkonferenz Ende März 2021 vorzulegen.

Konkrete Umbauvorschläge noch vor der Bundestagswahl

Unter den Agrarministern herrschte eine...


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Mit dem Umbau der Tierhaltung und dessen Förderung kann vor der Bundestagswahl begonnen werden, sagt der Leiter des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung Borchert. Er warnt davor, Zeit zu verlieren.


Diskussionen zum Artikel

von Julia-Sophie von Richthofen

Finanzierbarkeit und Importware,

das sind meines Erachtens die Knackpunkte in der Tierwohldiskussion. Am Beispiel der Ferkelkastration zeigt sich doch schon heute, dass auch nur halbwegs faire Wettbewerbsbedingungen in der EU nicht machbar oder nicht gewollt sind. Und dann noch die Corona-Krise: Hunderte von Milliarden ... mehr anzeigen

von Guido Müller

Vor 50 Jahren

mag es zutreffen, dass die Tiere nicht artgerecht gehalten wurden. Fast jeder Haushalt auf dem Dorf hatte Tiere - zumindest ein Schwein, einige Hühner - in dunklen Räumen / Ecken gehalten, was auch zu Abfallnutzung diente. Diese Tiere wurden aber gut behandelt. Auch der Mensch ... mehr anzeigen

von Wilfried Maser

Scheinheilig

was die Politik von sich gibt, Ziel ist es anscheinend nicht nur die Haltungsbedingungen in der Tierhaltung zu verbessern. Sondern vornehmlich die kleinen Landwirte aus der Produktion zu drängen. Wobei sich die Trennlinie zwischen klein und groß ständig nach oben verschiebt. Würde der ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Hat Herr Borchert in seinem Leben als Landwirt

jemals etwas mit Schweinen zu tun gehabt ?

von Jakob Lechner

Fragen Sie doch mal die Schweine,

wie die zur Einstreu stehen, gerade in den wärmeren Jahreszeiten meiden die Tiere das Stroh, wenn Ihnen ein kühlender Spaltenboden zur Verfügung steht. Auch die Tiergesundheitsdaten der Ställe die aktuell schon Außenkimereize und Stroheinstreu haben zeichen ein ganz anders Bild , als ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Gutes Stroh haben wir nicht in jedem Jahr.

Die Mengen sowieso nicht.

von Ralf Krausmueller

Jetzt Tierwohlabgabe

vorher QM, QS, VLOG, Gentechnikfrei, regional, fair, etliche Biosiegel, Nachhaltigkeit, Milchplus usw, usw,.... hat den Erzeugern nichts gebracht, außer einen Berg von Dokumentation. Sag mir jemand einen einzigen Grund warum es diesmal besser werden soll.

von Diedrich Stroman

Bürokraten Landwirtschaft!

Es wird nicht besser, kann auch nicht, die Bürokratie verwaltet die Landwirtschaft zu Tode!!!Und die Medien tragen dazu bei, wie gestern Abend der Kommentar im NDR.,wo die Muttersauen den Tag über auf dem Rücken liegend im Käfig verbringen!!

von Klemens Heitmann

Konsequenz für ausländische Ware?

Man kann ja in D vieles wollen und auch beschließen. Dieser neue Weg wird aber dazu führen, das Produktion aus D weggeht in Länder mit niedrigem Standard und nachher über Importe wieder als Verarbeitungsware oder eingedeutscht wieder bei uns landet. Dem Tierschutz und dem ... mehr anzeigen

von Heinrich-Bernhard Muenzebrock

Verantwortungslos

Das handeln der Politiker ist verantwortungslos und praxisfremd. Sie haben keine Ahnung von der Materie, wollen aber große Veränderungen bewirken. Ich nenne diesen Alleingang, in Deutschland, ideologisch verblendet. Das Ausland lacht sich tot!. Wenn diese Pläne Realität werden, wird ... mehr anzeigen

von Hermann Sudhop

Wie sollen die geforderten Tierwohl-

standarts denn bezahlt werden? Dich wohl über höhere Erzeugerpreise? Wie wird wirksam verhindert, das Importfleisch, welches nicht tierwohlgemäss produziert wurde, auf den deutschen Markt kommt? Welches Finanzierungskonzept schlägt der Bauernverband vor?

von Walter Rothenbacher

Ein Finanzierungskonzept

wird es vom Bauernverband keines geben. Man muß in erstmals vom Schlaf erwecken.

von Wilhelm Grimm

EUROPA ?

ZERBRÖSELT !

von Christian Bothe

Umbau...

Wenn ich noch aktiv wäre, gäbe es für mich nur noch LW außerhalb der EU! Diese landwirtschaftsschädlichen Ideen,Beschlüsse und Verordnungen entbehren allmählich jeglicher Grundlage. Auf jeden Fall lachen die Anrainerstaaten der EU und England schon über solche Regularien in der BRD und EU.

von Burkhard Diekmann

Idee

Na ja da kann man sich mal fragen ob irgendjemand daran glaubt das eine Tierwohlabgabe sich nicht, zumindest teilweise negativ auf die Auszahlungspreise der Landwirte auswirkt. so stelle ich mal die Forderung in Raum dass diejenigen, die schon heute alle Tierwohlauflagen einhalten diese ... mehr anzeigen

von Bernd Brunhöver

Ich weiß nicht was die vorhaben

Ich glaube dank Corona gibt es andere und wichtigere Aufgaben anstatt mit solchen Imagevorhaben weiteres Geld zu verheizen . Vor allem da jetzt schon niemand weiß wo es herkommen soll . kleines Beispiel anfangs hieß es von den Wirtschaftsweisen das es ein Minuswachstum für 20 gibt von ... mehr anzeigen

von Renke Renken

Bei unseren

Politikern wird scheinbar Hirnmasse von Corona-Viren geschädigt und ausgeschaltet.........

von Wilhelm Grimm

Wo nichts ist,

kann nichts geschädigt werden.

von Michael Prantl

Borchert - Tierwohl

Weiter so - Schweinehaltung stirbt bis auf wenige Betriebe bis zum Jahr 2030 aus - Dank an die unfähigen Politiker - Sie sind und waren es ja nicht. Wenn Sie mit den Schweinehaltern fertig sind kommen die Rinderhalter dran - die Herrschaften brauchen ja Arbeit.

von Bernd Croonenbroek

Wenn dann nur EU weit und mit Zöllen für´s Ausland

Ansonsten wird die Landwirtschaft in Deutschland aussterben, und wir bekommen das Fleisch aus dem 4 Stock in China !!!

von Frank Müller

Nee,

eher aus dem 24. Die aus dem 4.Stock sind für wichtigere Kunden als Deutschland. Das hat sich bis dahin abgeschafft. Wir sind auf einem guten Weg dahin.

von Martin Schmidt

Die allermeisten Bauern sagen NEIN zu den Vorschlägen.

Wir wollen weder zusätzliche Steuern noch Subventionen! Die Borchert Kommission ist die nächste Demütigung für die deutschen Viehhalter. Eine bessere Tierhaltung muss über höhere Marktpreise finanziert werden. Gleichzeitig müssen unsere Standards, für alle auf dem Binnenmarkt ... mehr anzeigen

von Gerd Uken

In der Pressemitteilung

Steht es stehen 300 Mio € zur Verfügung für 2020/21?

von Eckehard Niemann

Der Borchert-Tierwohl-Hinauszögerungs-Plan schadet auch den Schweinehaltern

Die Borchert-Kommission will – ohne Gesetzesvorgaben - erst in 20 Jahren (evt.) Ställe für Mastschweine erreichen, die nicht mal Zugang der Schweine nach draußen erlauben, sondern lediglich irgendeine Zufuhr von Außenluft (Außenklima) haben. Auch die von der ... mehr anzeigen

von Klaus Jensen

Man Ecki....

Traüm weiter...

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