Schweinefleischproduktion

China: Erzeugung von Schweinefleisch ausgeweitet

Chinas Fleischerzeugung ist deutlich gestiegen. Die aufgrund der höheren Preise wieder lukrative Produktionsausdehnung bereitet der Regierung in Peking jedoch Sorge.

In China ist die Fleischerzeugung im ersten Halbjahr 2022 spürbar gestiegen. Wie das nationale Statistikamt in Peking mitteilte, nahm das Aufkommen insgesamt gegenüber der ersten Jahreshälfte 2021 um 5,3 % auf 45,19 Mio. t zu. Maßgeblichen Anteil daran hatte die deutlich ausgeweitete Schweinefleischerzeugung, die um 8,2 % auf 29,39 Mio. t wuchs. Aber auch die Erzeugung von Rind- und Schaffleisch legte zu, und zwar um 3,8 % beziehungsweise 0,7 %. Lediglich für Geflügelfleisch wurde im Vorjahresvergleich eine moderate Abnahme der Produktion von 0,8 % gemeldet.

Mehr Schlachtschweine

Das höhere Schweinefleischaufkommen in der Volksrepublik resultiert aus dem deutlichen Anstieg des Schlachtschweineangebots, das laut den Pekinger Statistikern im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2021 um 8,4 % auf 365,87 Mio. Stück zunahm. Vor allem bei industriellen Großbetrieben kamen mehr Tiere an die Haken.

Auf der anderen Seite führte die vermehrte Abgabe von Schweinen zu einem Bestandsabbau. Ende Juni gab es laut dem Statistikamt 430,57 Mio. Schweine in China; das waren 1,9 % weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der gehaltenen Sauen wurde mit 42,77 Mio. angeben, was im Vorjahresvergleich einem Rückgang von 2,87 Mio. Stück oder 6,3 % entsprach. Im Vergleich zum Vorquartal wurde die Sauenherde jedoch um 920.000 Tiere oder 2,2 % aufgestockt.

150 € für 25 kg-Ferkel

Das sich zuletzt wieder abschwächende Schweineangebot hat seit Mitte März in China für einen deutlichen Preisanstieg gesorgt. Laut nationaler Erhebung lag am vergangenen Donnerstag der durchschnittliche Erzeugerpreis für Mastschweine bei 22,52 CNY/kg Lebendgewicht (3,27 €); er hat sich damit innerhalb von vier Monaten nahezu verdoppelt. Die Ferkelpreise sind in diesem Zeitraum - je nach Gewicht - zwischen 70 % und 80 % gestiegen. Für das 25-kg-Ferkel müssen mittlerweile im Landesmittel wieder mehr als 150 € gezahlt werden.

Ausdehnung der Produktion bereitet Regierung Sorge

Die aufgrund der höheren Preise wieder lukrative Ausdehnung der Schweineproduktion bereitet der Pekinger Regierung jedoch Sorge. Bei einem Treffen der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) wurde kürzlich betont, dass eine stabile Erzeugung ohne große Schwankungen das Ziel sei und dies auch durch Überwachungsmaßnahmen sichergestellt werde.


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