Sinkende Tierzahlen

Dänemark: Schweinebestände abgestockt

Dänemarks Schweinehalter haben zum Stichtag 1. April 2022 noch knapp 12,47 Mio. Schweine im Nachbarland gehalten; das waren 689.000 Tiere oder 5,2 % weniger als zwölf Monate zuvor.

Die Schweinehalter in Dänemark haben in diesem Frühjahr ihre Schweinebestände merklich abgestockt. Wie der dänische Dachverband der Agrar- und Ernährungswirtschaft (L&F) am Montag vergangener Woche mitteilte, macht sich die schwierige wirtschaftliche Lage der Erzeuger nun in deutlich sinkenden Viehzahlen bemerkbar. Laut Daten von Statistics Denmark wurden am Stichtag 1. April 2022 knapp 12,47 Mio. Schweine im Nachbarland gehalten; das waren 689.000 Tiere oder 5,2 % weniger als zwölf Monate zuvor.

Schwund wird bei jeder Viehzählung größer

Bereits seit Oktober 2021 nimmt die Schweinepopulation bei den vierteljährlichen Erhebungen im Vorjahresvergleich ab, wobei der Schwund von Zählung zu Zählung größer ausfällt. Bei der jüngsten Stichprobenerhebung in rund 1.700 Betrieben wurden laut L&F in allen Kategorien niedrigere Tierbestände festgestellt. Dies galt insbesondere für Mastschweine, deren Zahl im Vorjahresvergleich um 7,0 % auf 2,91 Mio. Stück sank.

Auch beim „Nachwuchs“ standen die Vorzeichen auf rot: Der Bestand an Ferkeln und Läufern im Gewichtsbereich zwischen 20 kg und 50 kg war um 4,5 % auf 5,77 Mio. Tiere rückläufig; bei den Babyferkeln bis 20 kg gab es ein Minus von 4,7 % auf 2,57 Mio. Stück. Laut der aktuellen Erhebung stockten die dänischen Erzeuger auch ihre Sauenherde weiter ab. Die Zahl der weiblichen Zuchttiere insgesamt sank im Vorjahresvergleich um 74.000 Tiere oder 5,8 % auf 1,19 Mio. Stück. Dabei verringerte sich der Bestand an trächtigen Tieren um 6,1 % auf 740.000, der an nicht tragenden Sauen um 5,5 % auf 451.000 Stück.

Dies lässt den Schluss zu, dass im weiteren Jahresverlauf die Ferkelerzeugung in Dänemark sinken dürfte. Bei den Schweineschlachtungen war im ersten Quartal 2022 im Vergleich zum Vorjahresquartal noch ein Plus von 1,0 % auf 4,92 Mio. Tiere zu verzeichnen. Ende April lag das gesamte Schlachtaufkommen in den meldepflichtigen Betrieben jedoch bereits um 0,4 % unter dem Niveau der ersten vier Monate von 2021.

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