Nutztierhaltung

Dänemark setzt mit neuem Gesetz auf mehr Tierschutz

Das Landwirtschaftsministerium Dänemarks hat ein neues Tierschutzgesetz entworfen. Das Parlament hat diesem nun zugestimmt.

In Dänemark wird die Tierschutzgesetzgebung auf eine neue Grundlage gestellt. Das Parlament in Kopenhagen stimmte dem Entwurf des Landwirtschaftsministeriums für ein neues Tierschutzgesetz zu. Mit der Novelle werden die bisherigen elf Tierschutzgesetze aus verschiedenen Bereichen zusammengefasst und dabei deutlich entschlackt. Die Zahl der damit verbundenen Rechtsverordnungen soll von 40 auf etwa 20 halbiert werden. Die neue Regelung wird zum 1. Januar 2021 in Kraft treten. Das Gesetz formuliert laut dem dänischen Landwirtschaftsministerium erstmals die grundlegende Forderung, dass die damit einhergehende Regulierung das Wohlergehen aller Nutz- und Haustiere schützen und den Respekt für Tiere als „lebende und fühlende Wesen“ fördern muss.

Tierethik einbeziehen

Betont wird ebenfalls, dass tierethische Aspekte Bestandteil eines modernen Verständnisses von „gutem Tierschutz“ sein müssten. „Eine transparente Gesetzgebung darf Landwirte, Züchter und Bürger nicht daran hindern, sich ordnungsgemäß um ihre Tiere zu kümmern“, erklärte Landwirtschaftsminister Mogens Jensen. Deshalb habe die Regierung den Gesetzes- und Verordnungsdschungel beim Tierschutz gelichtet und modernisiert. Nach seinem Verständnis ist der dänische Tierschutz damit „im 21. Jahrhundert angekommen“.

Als besonders wichtig erachtet Jensen die Erweiterung des Rechtsrahmens um Tierethik. Effektiver Tierschutz müsse auch berücksichtigen, dass es sich bei Tieren um empfindungsfähige Wesen mit besonderen Ansprüchen handle, die Respekt verdienten. Den meisten Menschen sei dies längst bewusst, betonte der Landwirtschaftsminister. Mit dem neuen Tierschutzgesetz könne diesem Anspruch nun aber auch ordnungsrechtlich Geltung verschafft werden.


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