Schweinehaltung

Dänen stocken Schweinebestand weiter auf

Die dänische Schweineherde hat bei einer aktuellen Zählung das höchste Niveau seit 2007 in einem Herbst erreicht. Auffällig waren wieder die Zahlen zum Mastschweinebestand.

Die Schweinehalter in Dänemark haben in diesem Herbst ihre Schweinebestände weiter aufgestockt. Nach Angaben des dänischen Dachverbandes der Agrar- und Ernährungswirtschaft (L&F) wurden am Stichtag 1. Oktober 2020 insgesamt 13,36 Mio. Schweine in dem Nachbarland gehalten; das waren 771.000 Tiere oder 6,1 % mehr als zwölf Monate zuvor. Bereits bei den drei vorangegangenen vierteljährlichen Viehbestandserhebungen 2020 waren im Vorjahresvergleich deutliche Zuwächse festgestellt worden. Die dänische Schweineherde hat bei der aktuellen Zählung das höchste Niveau seit 2007 in einem Herbst erreicht. Höhere Tierzahlen als im Oktober 2019 wurden bei der jüngsten Stichprobenerhebung in rund 1.800 Betrieben laut L&F für alle Kategorien festgestellt. Auffällig war wieder die Zahl zum Mastschweinebestand. Diese nahm um fast 10 % auf 3,19 Mio. Stück zu. Dieses Segment wies schon bei der Julizählung die höchste Wachstumsrate auf, was damals wie heute auch auf die coronabedingt erschwerte und teilweise verzögerte Schweinevermarktung zurückgeführt werden kann.

Schweinefleischerzeugung im Aufwind

Der Erhebung zufolge stockten die dänischen Erzeuger auch ihre Sauenherden merklich auf. Die Zahl der weiblichen Zuchttiere insgesamt stieg im Vorjahresvergleich um 50.000 Tiere oder 4,1 % auf 1,27 Mio. Stück. Dabei nahm der Bestand an trächtigen Tieren um 3,3 % auf 786.000 zu, der an nicht tragenden Sauen um 5,5 % auf 480.000 Stück. Besonders deutlich legte die Zahl der gedeckten und nicht gedeckten Jungsauen zu, nämlich um 6,8 % auf 422.000 Tiere. Dies zeigt, dass die Weichen für eine zukünftig höhere Ferkelerzeugung gestellt wurden. Nicht nur die Bestände, sondern auch die dänische Schweinefleischerzeugung befindet sich in diesem Jahr im Aufwind. Laut L&F kamen von Januar bis September 2020 insgesamt 12,91 Mio. Schweine an den Haken; das waren rund 424.100 Stück oder 3,4 % mehr als in der Vorjahresperiode. Dies ist neben dem höheren Schweinebestand auch auf die erstmals seit Jahren nicht mehr zunehmende Lebendausfuhr von Schweinen zurückzuführen. Diese war gegenüber den ersten drei Quartalen 2019 um 0,4 % rückläufig. Die Lieferung von Sauen zur Verarbeitung nach Deutschland ist wegen der hiesigen Kapazitätsengpässe eingebrochen, und auch der Verkauf von Ferkeln läuft wegen des Schweinestaus und niedriger Preise nicht mehr so flott.


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