Dänisches Tierwohllabel kommt gut an

Auch in Dänemark wird viel über Tierwohl diskutiert. Das in diesem Jahr vom Staat eingeführte Tierwohlsiegel kommt bei den Verbrauchern offenbar gut an. Das Kopenhagener Landwirtschaftsministerium wies darauf hin, dass entsprechend gelabeltes Schweinefleisch bei Danish Crown bereits ein Viertel der Frischware ausmache.

Auch in Dänemark wird viel über Tierwohl diskutiert. Das in diesem Jahr vom Staat eingeführte Tierwohlsiegel kommt bei den Verbrauchern offenbar gut an. Das Kopenhagener Landwirtschaftsministerium wies vergangene Woche darauf hin, dass entsprechend gelabeltes Schweinefleisch beim Marktführer Danish Crown rund ein halbes Jahr nach dem Start bereits ein Viertel der Frischware ausmache. Der Anteil im Kühlregal soll sogar noch deutlich höher liegen.
 
Für den dänischen Landwirtschaftsminister Esben Lunde Larsen ist das Siegel daher schon heute ein Erfolg. Nach seiner Überzeugung wollen viele Verbraucher auch beim Einkauf ein Zeichen für den Tierschutz setzen. Mit dem staatlichen Tierwohllabel gebe man ihnen dafür die Gelegenheit. Nachdem das Siegel in der Anfangsphase nur für frisches Schweinefleisch galt, soll es nun nach Angaben des Agrarressorts auf verarbeitete Produkte wie Speck und Wurstwaren erweitert werden.

Das vom dänischen Staat, dem Lebensmitteleinzelhandel und vom Dachverband der Schweinehalter gemeinsam entwickelte Siegel soll den Konsumenten durch eine einfache und klare Kennzeichnung mehr Transparenz liefern und den Tierschutz vorerst in dänischen Schweineställen nachhaltig verbessern. Über die Anforderungen an die Haltung gibt dabei die Anzahl aufgedruckter Herzen auf dem Logo Auskunft.
 
Um die Voraussetzungen für die erste Stufe, also ein einziges Herz, zu erfüllen, müssen die Sauen frei laufen können, die Schweinehalter müssen auf das Kupieren von Schwänzen verzichten, den Tieren mehr Platz und Stroh zur Verfügung stellen sowie Transportzeiten von maximal acht Stunden einhalten. Für zwei und drei Herzen werden darüber hinausgehend jeweils noch mehr Platz pro Tier und zusätzliche Strohgaben verlangt. Die Kontrollen werden durch staatliche Stellen vorgenommen.


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