Digitalisierung im Stall

DigiTier: 13 Verbundprojekte zur Digitalisierung der Nutztierhaltung gestartet

In 55 Teilprojekten wollen BLE und BMEL digitale Lösungen für die Nutztierhaltung entwickeln. Sie sollen das Tierwohl und die Tiergesundheit verbessern und Landwirte bei der Dokumentation entlasten.

Das Bundesagrarministerium (BMEL) und die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) haben den Startschuss für die Vernetzungs- und Transfermaßnahme DigiTier gegeben. Bei den damit startenden Forschungs- und Entwicklungsprojekten geht es um die Digitalisierung in der Nutztierhaltung.

Beteiligt sind 13 Verbundprojekte mit 55 Teilprojekten. Sie sollen durch digitale Lösungsansätze die Tiergesundheit und das Tierwohl verbessern, die Arbeitsbelastung der Landwirte verringern und die Rückverfolgbarkeit entlang der Wertschöpfungskette "Nutztierhaltung" erhöhen. Dabei werden innovative Lösungsansätze verfolgt, die den besonderen Ansprüchen der Nutztierhaltung und den unterschiedlichen Betriebsstrukturen gerecht werden: Von der Datensicherheit und Datenhoheit über die Schnittstellenkompatibilität verschiedener digitaler Komponenten bis zur Vernetzung, Speicherung und Verarbeitung von Daten. Dafür stehen 12,5 Mio. € bereit.

"Die Digitalisierung ist ein wichtiger Baustein bei der Transformation der Tierhaltung", betonte Agrar-Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel. Die Möglichkeiten der technischen Innovation in der Landwirtschaft seien bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Die Maßnahme DigiTier werde dazu beitragen, das Potenzial der einzelnen Forschungsprojekte zusammenzuführen und den Dialog zu stärken.

Digitale Systeme: Vom Herden- zum Einzeltiermanagement

Von dieser Entwicklung sprach Olaf Deininger, Wirtschaftsjournalist und Digitalexperte, in seiner Rede: Moderne digitale Systeme mit entsprechenden Management-Tools revolutionierten die Nutztierhaltung, indem sie die Voraussetzungen schaffen, Einzeltiere zu identifizieren, Körperfunktionen sowie Bewegungsprofile und das Verhalten individuell zu analysieren, erklärte er. Zusammen mit Tracking-, Fütterungs- und Lieferkettenlösungen entstünden so neue Impulse, die das Tierwohl und die Tiergesundheit verbessern, Ressourcen schonen und damit für mehr Nachhaltigkeit in der gesamten Wertschöpfungskette der Nutztierhaltung sorgen, so Deininger.


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