Doch kein ASP-Schutzzaun in Polen

An der Ostgrenze Polens soll nun doch kein langer Zaun zum Schutz vor einwandernden Wildschweinen gebaut werden. Landwirtschaftsminister Jan Krzysztof Ardanowski rückte von dem Plan ab, nachdem die EFSA die Errichtung eines Zaunes zur ASP-Vorsorge als ineffektiv eingestuft hatte.

An der Ostgrenze Polens soll nun doch kein langer Zaun zum Schutz vor einwandernden Wildschweinen gebaut werden, die möglicherweise mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert sind. Wie polnische Medien am vergangenen Donnerstag berichteten, rückte Landwirtschaftsminister Jan Krzysztof Ardanowski von dem Plan ab, nachdem die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) die Errichtung solch eines „Megazauns“ als ineffektiv eingestuft hatte. Nach Einschätzung der EFSA können Zäune in kurzen Abschnitten durchaus die Bewegung von Wildschweinen an einem bestimmten Ort wirksam verhindern und sind auch für kleine Fallen geeignet, in die Wildschweine gelenkt und getötet werden. Es sei jedoch wenig wirksam und effektiv, einen sehr langen Zaun zu bauen.
 
Ardanowski kündigte an, dass die ursprünglich für den Zaun vorgesehenen Mittel nun für die Verbesserung der Biosicherheit in landwirtschaftlichen Betrieben verwendet werden sollten. Es werde auch überlegt, ein Teil der Gelder für Jagdvereine entlang der Grenze bereitzustellen. Der Minister will sich beim Innenministerium in Warschau dafür einsetzen, dass der Grenzschutz Informationen zu Tierbewegungen an die örtlichen Jagdvereine weiterleitet. Nach Schätzungen des Landwirtschaftsministeriums hätte die Errichtung des Wildschweineschutzzaunes etwa 55 Mio. € gekostet. Der Bau des etwa 1 100 km langen Zauns sollte ursprünglich im Dezember 2018 beginnen und Ende 2020 abgeschlossen sein.

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Agra Europe (AgE)

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