Afrikanische Schweinepest

EFSA will intensiveres ASP-Monitoring bei Wildschweinen

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) fordert in ihrer ASP-Ausstiegsstrategie eine stärkere Überwachung der Infektionen bei Wildschweinen.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die Mitgliedstaaten zu einer schärferen Überwachung ihrer Schwarzwildbestände auf das Vorhandensein der Afrikanischen Schweinepest (ASP) angemahnt. Wie die EU-Behörde am vergangenen Mittwoch bei der Vorstellung ihrer ASP-Ausstiegsstrategie in Parma darlegte, werden den nationalen Behörden dazu zwei Phasen der Überwachung empfohlen, um festzustellen, ob und inwiefern das Virus in den Wildschweinpopulationen ihrer Länder noch zirkuliert. In der ersten Phase - der „Screening-Phase“ - geht es zunächst um die Routineüberwachung der Wildschweinbestände. Dieser soll im Anschluss eine kürzere Phase der intensiven Überwachung - die „Bestätigungsphase“ - folgen. Entsprechende Modellierungen haben der EFSA zufolge gezeigt, dass die Erfolgsaussichten für eine Ausmerzung der ASP entsprechend der Anzahl der eingesammelten und getesteten Wildschweinkadaver deutlich steigen. Zugleich erhöhe eine Verlängerung der Screening-Phase die Wahrscheinlichkeit, dass fehlerfreier nachgewiesen werde, ob das ASP-Virus noch oder nicht mehr zirkuliere. Derweil schreiben die Wissenschaftler der EFSA einer aktiven Bejagung als Ausstiegsstrategie „lediglich begrenzte Erfolgschancen“ zu.

Passive Infektionen könnten Plan scheitern lassen

Die Behörde räumt allerdings ein, dass die von ihr empfohlene Ausstiegsstrategie, nämlich das zügige Erfassen infizierter Tiere und deren Entsorgung, im Falle des Vorhandenseins infizierter, aber nicht aktiv erkrankter Wildschweine „zum Scheitern verurteilt“ sei. Jedoch weist die EFSA mit Nachdruck darauf hin, dass die Existenz solcher passiv infizierter Tiere nach „aktuellem Kenntnisstand“ rein spekulativ sei.


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