Afrikanische Schweinepest

FAO und OIE starten internationale Initiative gegen ASP

Um die globale Ausbreitung der ASP zu stoppen, haben die FAO und die OIE eine gemeinsame Initiative gestartet. Kein Land sei vor der ASP sicher, warnte die OIE.

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat zusammen mit der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) eine Initiative gestartet, um die globale Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu stoppen. Wie beide Organisationen mitteilten, wurden vergangene Woche in einer fünftägigen Online-Veranstaltung Regierungsvertreter, Tierärzte, Fachleute und Wissenschaftler aus der ganzen Welt zusammengebracht, um Wissen und Erfahrungen über die Tierseuche auszutauschen und Leitlinien für koordinierte Maßnahmen zu deren Bekämpfung auf den Weg zu bringen.

"Größter Ausbruch einer Tierseuche in unserer Generation"

Laut FAO und OIE gibt es keine Anzeichen für eine verlangsamte Ausbreitung der ASP. Die Tierseuche habe allein in Asien zum Verlust von mehr als 7 Mio. Schweinen geführt; derzeit seien mehr als 50 Länder in Afrika, Asien und Europa betroffen. „Unser Ziel ist es, die Ausbreitung dieser Krankheit zu verhindern und sie letztendlich auszurotten und dafür die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, bewährte Verfahren und internationale Standards zu nutzen“, erklärte FAO-Generaldirektor Qu Dongyu. Wenn die ASP nicht kontrolliert werde, gefährde dies den Fortschritt bei der Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung. Alle Beteiligten seien deshalb aufgefordert, Maßnahmen gegen die Ausbreitung zu ergreifen, die Tiergesundheit und das Wohlergehen der Tiere zu fördern und den Lebensunterhalt der Landwirte zu sichern. OIE-Generaldirektorin Monique Eloit warnte, dass „kein Land vor der Afrikanischen Schweinepest sicher“ sei. Die Zahl der Länder, die der OIE Ausbrüche meldeten, nehme weiter zu. „Dies ist der größte Ausbruch einer Tierseuche in unserer Generation“, stellte Eloit fest. Sie betonte die Notwendigkeit kontinuierlicher Investitionen in Veterinärdienste und die wirksame Umsetzung internationaler Standards, insbesondere in Bezug auf die Biosicherheit und Überwachung, um die ASP global unter Kontrolle zu bringen.

Tierseuchen grenzüberschreitend bekämpfen

Obwohl sich Menschen nicht mit der ASP anstecken könnten, sei diese Krankheit für viele Volkswirtschaften sowie für die Ernährungssicherheit und den Lebensunterhalt von Millionen von Menschen von entscheidender Bedeutung, betonten beide Organisationen. Die globale Kontrolle über diese Tierseuche könne nicht von einem Sektor oder einem Land allein erreicht werden, weshalb es koordinierter Bemühungen aller Akteure in der Schweineproduktionskette und darüber hinaus bedürfe. Dafür sei jetzt mit der neuen Initiative unter dem Dach der globalen Anstrengungen für die Bekämpfung grenzüberschreitender Tierkrankheiten (GF-TADs) die Möglichkeit gegeben.

Grenzkontrollen für Schweine und Schweinefleisch

FAO und OIE forderten ihre Mitglieder und Partner auf, dieser beizutreten und zu handeln. So müsse es überall eine nationale Risikoanalyse und ein Risikomanagement einschließlich Notfallplanung und Maßnahmen der Prävention und Früherkennung geben. Landwirte, Tierärzte, Metzger, Jäger, Zulieferer und weitere Gruppen sollten über das ASP-Risiko informiert und bei der Umsetzung von Biosicherheitsmaßnahmen unterstützt werden. Gegen die Verschleppung zwischen Staaten müsse es Grenzkontrollen für Schweine und Schweinefleisch geben, und der Schmuggel müsse unterbunden werden. Zudem sollte die Forschung und Entwicklung potentieller Impfstoffe gegen die ASP intensiviert werden, wozu auch die internationale Unterstützung bei der Verbesserung der Labordiagnostik und bei schnellen Screening-Tools gehöre. FAO und OIE bitten die Staaten auch, einen ganzheitlichen Ansatz zur ASP-Bekämpfung bei Wildtieren zu entwickeln und generell bei der Seuchenprävention und -bekämpfung miteinander zu kooperieren und ihr Wissen zu teilen.


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